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02.11.1979 - 

Handelsprogramme mit integrierter Holzabrechnung:

Über Profit-Center zur Manager-lnformation

HAMBURG (pi) - Als allgemeines Abrechnungspaket für den Handel ist die Branchensoftware "Hopas" vom Ingenieurbüro Rainer Budde und Partner konzipiert und mit Spezialmoduln für den Holz- und Heimwerkerhandel bereits zweimal in Deutschland installiert worden. Das Unternehmen war dabei nach eigenen Angaben bemüht, sich bisher bei Branchenlösungen noch nicht berücksichtigten Kundenforderungen zu stellen. Das Ergebnis, das "Handels-orientierte-Profit-Center-Abrechnungs-System" kostet komplett mit Lohn- und Gehaltsabrechnungs- sowie Finanzbuchhaltungs-Moduln 65 000 Mark. Kennzeichnend für das Programm ist die Aufgliederung eines Betriebes in Profit-Center. Jede Kostenstelle ist nach der gleichen Systematik aufgebaut. Die Abrechnung erfolgt nach Leistungen (Umsätze); das investierte Kapital und die Kosten werden in eine Ergebnisrechnung eingebracht, die nach dem Fixkosten-Deckungs-Prinzip - einer Stufen-Deckungsbeitragsrechnung - aufgebaut ist.

Die benötigen Zahlen lassen sich im allgemeinen der Buchhaltung entnehmen. Zu beachten ist dabei:

1. Alle Kostenarten müssen in fixe und variable Bestandteile zerlegt werden.

2. Dem Stufenprozeß der Deckungsbeitragsrechnung ist zu gehorchen.

3. Innerbetriebliche Leistungen, also Leistungen zwischen den Einzelbereichen (Profit-Center) sind zu erfassen. Das Programm regelt den Verrechnungsverkehr automatisch durch eine interne abrufbare Standardkostenrechnung.

4. Abschreibungen sind zu berücksichtigen.

Eine Kostenumlage nach klassischen BAB-Regeln erfolgt nicht. Sie hält Budde und Partner für unnötig, da das Paket über einen kompletten Soll-Ist-Spiegel verfügt, Gewinne und Kalkulationsspannen demnach im Vorgabebereich lägen. Der Charakter der Vollkostenbetrachtung bliebe im Bilanzrahmen enthalten.

Diese Forderungen werden in den Abrechnungsrahmen übernommen. Das Branchenpaket ist modular aufgebaut und an jede gutausgebaute Finanzbuchhaltung und Lohn- und Gehaltsabrechnung adaptierfähig, falls der Kunde auf die integrierte Software (bei einem Preisnachlaß von etwa 10 000 Mark) verzichtet.

Als die wichtigsten Eigenschaften der sechs Bausteine des Systems zählen Budde und Partner auf:

1. System Auftragswirtschaft

Über einen Ausschuß für Nixdorf 8812 ermöglicht das Programm die Abwicklung aller Holz- und SB-Funktionen bis hin zur Bestimmung von Kundenfrequenzen, Verkäuferkontrolle und Wirtschaftlichkeit des Profit-Centers "Markt" selbst.

2. System Materialwirtschaft

Jeder Artikel kann mit Spannen (Aufschlag, Abschlag), Zuschnitts-Prozenten oder mit Einkaufs-/Verkaufswerten versehen werden, die im materialwirtschaftlichen Bereich entweder zu echter Mengenkontrolle oder Wertkontrolle führen. Damit können im Dialog die Bestände nach Menge und Wert verfolgt werden.

3. System Marketing

Der Unternehmer soll damit in der Lage sein, die Vertriebswege zu untersuchen, die Deckungsbeiträge der Produkte zu kontrollieren und aus einer verrechnungsgesteuerten Debitorenanalyse Konsequenzen ziehen.

4. System Finanzwirtschaft

Basis ist eine adaptierfähige Finanzbuchhaltung mit dem steuerlichen Rahmen. An sie wird eine gestaffelte Finanz- und Liquiditätsplanung, Anlagenbuchhaltung und die komplette Profit-Center-Abrechnung angepaßt.

5. System PersonaIwirtschaft

Eine adaptierfähige Lohn- und Gehaltsbuchhaltung wird ergänzt durch Fehlzeiten- und Kapazitätsberechnungen, Beschäftigungskontrollen und Personalprofilvorgabe.

6. System Controlling

In diesem Modul liegt der Soll-Ist-Vergleich aller Profit-Center mit den Kennzahlenspiegeln in verdichteter Form.

Alle Software-Moduln laufen nach Mitteilung des Herstellers im Voll-Dialog. Der Drucker wird nur für die wesentlichen Listen (Artikel, Konten) oder die Fakturierung selbst benutzt. Der Anwender kann jedoch entscheiden, ob er Bildschirmaussagen als Liste benötigt. Das Handelspaket ist bei Ferd. Rathjens Hamburg, und Bubenzer + Krefting, Gummersbach, beide Holz- und Heimwerkerunternehmen, im Einsatz. Bei der Systemauswahl habe man sich für eine DDC-Anlage mit zunächst 3 Bildschirmen und Nixdorf 8812-Kassenterminals mit Diskettenstation und Scheckdrucker entschieden.

Informationen: Rainer Budde + Partner. Edwin-Scharff-Ring 71. 2000 Hamburg 60, Tel.: 040/6 31 35 34.