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01.03.1985 - 

Kritische Stimmen aus den Reihen der Politiker und der Banken:

Überflüssig und mittelstandsfeindlich

BONN (CW) - Aus zwei entgegengesetzten Richtungen kommt zur Zeit Kritik am Bildschirmtext: Von den Grünen und vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken.

Die Grünen halten, einer Agenturmeldung zufolge, den Dienst der Post für "überflüssig wie einen Kropf" und außerdem aus Datenschutzgründen für "höchst gefährlich".

Wolfgang Grüger, Vorstand des Bankenverbandes brachte seine Einwände in moderaterer Form: Die Kreditwirtschaft befindet sich auf einer Gratwanderung zwischen moderner Technik und individueller Kundennähe. Nicht alles, was technisch machbar sei, sei auch ökonomisch sinnvoll und im Interesse der Kunden. Er konkretisierte diese Aussagen mit dem Hinweis auf die weit überschätzten Teilnehmerzahlen für den Bildschirmtextdienst. Ursprünglich hatte die Post für 1985 bereits 400 000 Anschlüsse erwartet, die Teilnehmerzahl betrug aber Mitte Februar lediglich rund 21 000.

Auch hinsichtlich der POS-Systeme äußerte sich der Bankensprecher "zurückhaltend". Er bezeichnete ein zur Zeit in der Erprobung befindliches , System als mittelstandsfeindlich, denn es lohne sich nur für Unternehmen mit einem Mindestumsatz von fünf Millionen Mark.