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25.09.1998 - 

Neuer europaweiter Backbone geplant

Überkreuzbeteiligung zwischen Telekom und France Télécom amtlich

Demnach werden beide Partner bis Ende des Jahres voneinander jeweils zwei Prozent des Grundkapitals erwerben. Die entsprechenden Telekom-Anteile (rund 54 Millionen Aktien mit einem Nennwert von fünf Mark) stammen aus einem Aktienpaket von insgesamt 13,5 Prozent, daß die Bundesregierung im Dezember 1997 zur "Zwischenlagerung" an die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übergeben hatte. Als "Vorausentgelt" hatte die Bundesregierung seinerzeit zehn Milliarden Mark enthalten und damit den Bundeshaushalt aufgebessert. Einen Verkaufspreis wollte die KfW noch nicht nennen; dieser werde später auf Basis des Prospekts zum Telekom-Börsengang 1996 ermittelt, hieß es.

Neben der reinen Finanzbeteiligung wollen beide Carrier auch in technischen Belangen enger zusammenarbeiten. So sieht ein entsprechendes Kooperationsabkommen die Nutzung von Synergieeffekten in den Bereichen Multimedia, Datenverkehr, internationales Geschäft sowie Forschung und Entwicklung vor. Erstes konkretes Projekt ist der Bau eines neuen europaweiten Backbones. 20000 Glasfaserkilometer sollen dabei ab Ende 1999 rund 40 Wirtschaftszentren in 16 Ländern verbinden. Der etwa eine Milliarde Mark teure neue Info-Highway wird den Angaben zufolge zunächst auf vorhandenen Netzen beider Carrier sowie weiterer Tochtergesellschaften oder Joint-ventures (Matav/Ungarn, Wind/ Italien) aufbauen und später durch neue Übertragungswege und ein gemeinsames Netz-Management ergänzt werden.