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Kommentar


10.04.1998 - 

Überleben ohne Visionen?

Langsam, aber sicher scheint Novell den ersehnten Turnaround doch noch zu schaffen. Nach dem Zickzack-Kurs der vergangenen Jahre präsentieren die Netzwerker jetzt immerhin eine stringente Produktphilosophie. Statt wie in der Vergangenheit mit Unixware oder Wordperfect Microsoft auch auf Nebenkriegsschauplätzen Konkurrenz zu machen, hat sich Novell nun wieder auf seine Kernkompetenz besonnen: das Netz.

Allerdings müssen sich die Netzwerker die Frage gefallen lassen, ob dies alleine reicht, um Microsoft Paroli zu bieten. Bill Gates wird sich wohl kaum den lukrativen Zukunftsmarkt Networking entgehen lassen, bei dem gerade mit der Vernetzung aller möglichen Endgeräte Milliardenbeträge locken. Deshalb ist es bei allem Verständnis für das wieder erstarkte Selbstbewußtsein Novells unerklärlich, warum die Company auf der diesjährigen Brainshare keine Visionen bot.

Rätselhaft wirkt dieser Verzicht vor allem insofern, als die Company mit Technologien wie die Novell Embedded System Technology (NEST) oder Powerline bereits die Verfahren zur Vernetzung von der Waschmaschine bis hin zum Auto entwickelt hatte. Nur auf die Novell Directory Services (NDS) zu setzen, erscheint auch deshalb etwas kurzsichtig, weil Microsoft in absehbarer Zeit mit dem Active Directory wohl ebenfalls einen eigenen Verzeichnisdienst haben dürfte. Dann hätte Novell seinen letzten Wettbewerbsvorteil verspielt. hi