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19.05.2008

Übernahme von BCE in Gefahr - Banken wollen neu verhandeln - WSJ

NEW YORK (Dow Jones)--Die bislang größte Übernahme eines kanadischen Unternehmens ist in Gefahr. Der im Juni 2007 vereinbarte Erwerb der BCE Inc für 33 Mrd USD durch eine Gruppe von Investoren könnte scheitern, da die Banken mit den Käufern offenbar neue Kreditbedingungen vereinbaren wollen, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ). Zu der Gruppe gehören der Ontario Teachers' Pension Plan, Providence Equity Partners, Madison Dearborn Partners Inc und Merrill Lynch & Co.

Am Freitag vergangener Woche hätten die Banken den Käufern der Telekomgesellschaft BCE neue, bisher nicht in den Verträgen enthaltene Kreditbedingungen gestellt, schreibt das Blatt unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Investoren beurteilten die neuen Vorgaben, höhere Zinsen und schärfere Restriktionen, als klares Zeichen dafür, dass die Banken die Transaktion nicht abschließen wollten, zitiert das "WSJ" die Informanten weiter. Der Kurs der BCE-Aktie gab im vorbörslichen Handel um 7,9% nach.

Die Nachricht vermittelt ein "déjà vu". In den vergangenen Monaten hatten sich Banken und Privat-Equity-Firmen heftig über die Finanzierung des Kaufs der Clear Channel Communications Inc gestritten und diesen Streit schließlich vor Gericht ausgetragen. Eine Einigung mit den finanzierenden Banken wurde erst vor wenigen Tagen getroffen.

Bei der Transaktion fungierten Deutsche Bank und Citigroup als führende Institute. Dies sei auch beim BCE-Deal der Fall, schreibt die Zeitung. In beiden Syndikaten sei zudem die Royal Bank of Scotland vertreten.

Die Übernahme von BCE, Muttergesellschaft von Bell Canada, war die größte ihrer Art während den jüngsten Buyout-Booms. Große Unternehmen wie Toys'R Us und die Harrah-Casinos wechselten seinerzeit in Privathand. Der Engpass an den Kreditmärkten im vergangenen Sommer brachte die Kaufwelle schließlich zum Erliegen.

Nach Jahren leichter Kreditvergabe zögerten Banken zuletzt bei der Finanzierung von Übernahmen. Einige Transaktionen scheiterten schließlich, weil keine Einigung mit den Banken erzielt werden konnte. Zugleich stellen immer mehr Investoren und Analysten angesichts der sich im Zuge der schwächeren Wirtschaft verschlechternden Aussichten für Unternehmen die Verpflichtung zur Durchführung von geplanten Übernahmen in Frage.

Es wäre nicht die erste Transaktion von Providence Equity, die schließlich vor Gericht lande, schreibt die Zeitung weiter. Das Unternehmen war vom Radiokonzern Clear Channel zum Abschluss einer geplanten Übernahme von Fernsehstationen gezwungen worden. Das Verfahren sei inzwischen beigelegt, die Sender seien verkauft worden.

Webseiten: http://www.wsj.com/ http://www.bce.ca/en/ DJG/DJN/bam/rio

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