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11.10.1985 - 

Studie stellt Modellrechnungen über Gebühren auf:

Übertragungsdienste der Post unter der Lupe

BONN (pi) - Eine vergleichende Studie über die verschiedenen von der Deutschen Bundespost angebotenen Übertragungsdienste hat die Empirica, wirtschafts- und sozialpolitische Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH, in Bonn ausgearbeitet.

Die Untersuchung mit dem Titel "Fernübertragungsdienste - Verwendungsmöglichkeiten und Kosten" soll den Angaben der Empirica zufolge dem potentiellen Nutzer den Zugang zu den Post-Übertragungsmedien erleichtern und ihm einen besseren Überblick über die verschiedenen Gebührenklassen verschaffen.

Zu diesem Zwecke wurden in der neuen Untersuchung für die Datenübertragung mit Datex-P, Datex-L, einer Telefonwählleitung per HfD-Verbindung und Teletex vergleichende Modellrechnungen bei Übertragungsgeschwindigkeiten von 1200 und 2400 Bit pro Sekunde angestellt. Die "Rechenexempel" beziehen sich jeweils auf den Orts- und Nahbereich, eine Entfernung von bis zu 50 Kilometern und Distanzen ab 50 Kilometern. Hinsichtlich des Umfangs der täglich zu übertragenden Daten ging die Bonner Forschungsgesellschaft von den drei Varianten 20, 50 und 100 DIN-A4-Seiten aus.

Neben den monatlichen Verkehrsgebühren sind vergleichende Angaben zu den monatlichen Hauptanschlußkosten, einmaligen Anschlußgebühren sowie zusätzlichen Gebühren enthalten. Weitere Auskünfte im Textteil beziehen sich unter anderem auf die Übertragungssicherheit oder die erforderliche Hardware für die Nutzung der einzelnen Dienste.

In bezug auf die bei den verschiedenen Untersuchungen zutage tretenden Ergebnisse laßt sich beispielsweise festhalten, daß für eine tägliche Übertragung von 50 Seiten im Orts- und Nahbereich bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2400 Bit pro Sekunde die zu zahlenden monatlichen Gebühren (Hauptanschlußkosten im Monat und Verkehrsgebühren) zwischen 154,60 Mark bei einer Telefonwählleitung und 416,40 Mark bei der Datendirektverbindung HfD liegen.

Im Falle von Entfernungen zwischen den Teilnehmern von bis zu 50 Kilometern variieren sie von 168,40 Mark bei einer Telefonwählleitung und 1824 Mark bei einer HfD-Direktverbindung. Im Zusammenhang mit den vergleichenden Modellrechnungen zeigt sich, daß die Datenübertragung über das Fernsprechnetz bei kleineren Datenmengen die preisgünstigste Möglichkeit darstellt.

Trotz der hohen monatlichen Leitungs- und Übertragungsgerätekosten eignet sich laut Empirica für die Übertragung großer Datenmengen vor allem die digitale DÜ mittels HfD-Datendirektverbindung, da im Gegensatz zu allen anderen Diensten keine Verkehrsgebühren anfielen. Letztendlich würde der potentielle Anwender bei der wirtschaftlichen Auswahl eines Dienstes jedoch anhand individueller Anforderungen vorgehen, wobei sich sogar die Nutzung von Datex-P für ihn als sinnvoll erweisen könnte. Die Kosten für die neue Empirica-Studie belaufen sich auf 380 Mark.

Informationen und Bestellungen: Empirica GmbH, Büro Bonn, Kaiserstraße 20 - 31, 5300 Bonn 1, Telefon: 02 28/21 00 70-79