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29.05.2006

Umsätze stagnieren weltweit

Zum zweiten Mal hintereinander - nach zehn Wachstumsquartalen in Folge - gingen die Umsätze mit Servern weltweit zurück. Marktforscher IDC begründet dies mit der anhaltenden Serverkonsolidierung in Unternehmen.

Von Wolfgang Leierseder

Mit einem Umsatzminus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 war der Markt für Server im ersten Quartal 2006 11,9 Milliarden Dollar wert. Dafür mussten allerdings, so der amerikanische Marktforscher IDC, 9,5 Prozent mehr Server als in den Monaten Januar bis März 2005 ausgeliefert werden.

Nicht einmal preiswerte x86-Server, vor allem Windows-basierende, fungierten als klarer Wachstumsmotor. Mit einer Umsatzsteigerung von 6,3 Prozent meldet IDC die geringste Umsatzsteigerung seit drei Jahren. Im Volumenbereich wurden Server im Wert von insgesamt 6,1 Milliarden Dollar verkauft. Dass AMD erstmals die Ein-Milliarden-Dollar-Hürde übertraf, schreibt IDC vor allem dessen starker Position bei Vier-Kern-Prozessoren zu.

Der Anteil der Linux-Server am Gesamtmarkt beträgt laut IDC nun 12,2 Prozent bei einem Umsatzwachstum von 17 Prozent und einem Stückzahlenwachstum von 14,4 Prozent.

Deutlich weniger Geschäft machte die Branche mit Unix-Servern. Gegenüber dem gleichen Quartal 2005 ermittelte der Marktforscher ein Umsatzminus von 7,1 Prozent und 8,7 Prozent nach Stückzahlen. Insgesamt wurden Unix-Server im Wert von 3,9 Milliarden Dollar verkauft.

Dagegen wuchsen die Einkünfte mit Blade-Servern kräftig. Das Umsatzplus von 43,4 Prozent und das Stückzahlenwachstum von 29,5 ergaben die Rekordsumme von 591 Millionen Dollar. Dazu erklärte IDC-Analystin Kelly Quinn, dass zunehmend Zwei- und Vier-Kern-Blade-Server das Interesse von Kunden auf sich zögen. "Hier erkennen Kunden, welche Vorteile sie bei der Serverkonsolidierung und bei neuen Workloads erzielen können."

Auch Intels viel kritisierte Itanium-Server finden immer mehr Kunden. Mit einem Umsatzwachstum von 41,8 Prozent und einem Gesamtumsatz von 640 Millionen Dollar repräsentieren die EPIC-Rechner (Explicitly Parallel Instruction Computing) jetzt 11,2 Prozent des Serverumsatzes für Nicht-x86-Rechner. In der Server-Hackordnung hat Hewlett-Packard IBM die Spitzenposition abgejagt. Bei 38,1 versus 27,9 Prozent Marktanteil steht das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Größen, die beide ein Umsatzminus hinnehmen mussten. Auf den Plätzen rangieren Dell mit 11,1, Sun mit 10,8 und Fujitsu/Fujitsu-Siemens mit 6,9 Prozent Marktanteil. Hier ist Suns Umsatzzuwachs mit 5,5 Prozent bemerkenswert. Laut IDC ist dies zur Hauptsache auf die Modellakzeptanz der Opteron- und Niagara-Server zurückzuführen. Dell verlor dagegen Marktanteile, verzeichnete aber ein Umsatzplus von immerhin 3,6 Prozent. Über ein Umsatzminus von 16,8 Prozent dürften die Joint-Venture-Partner Fujitsu und Siemens ins Grübeln kommen.