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18.10.1985 - 

ZVEI legt Wachstumszahlen für das erste Halbjahr 1985 vor:

Umsatz der DV-Industrie stieg um 14 Prozent

FRANKFURT (CW) - Als "noch längst nicht erschöpft, sondern bestenfalls 'angeknabbert'" beurteilt Gerd Wigand, Vorsitzender des zuständigen Fachverbands im Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI), das Marktpotential für die Informations- und Kommunikationstechnik in der Bundesrepublik. Kräftig verbessert habe sich im ersten Halbjahr ferner die Nachfrage nach den Produkten dieser innovativen Branche.

Auch in den kommenden Jahren erwarten die Hersteller von Computern und nachrichtentechnischen Systemen zweistellige Zuwachsraten. In diesem und im nächsten Jahr dürfte der Umsatz um jeweils rund 14 Prozent steigen, deutete Wigand an.

Neben dem Wachstum ragt die Branche auch durch die rasch wachsende Beschäftigung aus dem Durchschnitt der verarbeitenden Industrie heraus. In der Datenverarbeitung stieg die Zahl der Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 3509 oder 5,1 Prozent auf 72 373 (...)chäftigte, wobei angesichts mangelnder Fachkräfte zahlreiche Positionen nicht besetzt werden konnten. Allein in der Informatik bestehe eine Bedarfslücke von etwa 30 000 Arbeitsstellen, die jährlich größer wird, da die Ausbildungskapazitäten zu gering sind.

Die im ersten Halbjahr 1985 besonders expandierende DV-Industrie steigerte den Umsatz in diesem Zeitraum um real 14 Prozent. Der Zugang beim Auftragseingang von real 32,2 Prozent zeigt den ungebrochenen Boom in diesem Geschäftsbereich. In der Nachrichtentechnik flachte das Wachstum im Berichtshalbjahr mit schätzungsweise fünf bis zehn Prozent Umsatzplus spürbar ab, während sich die Bestellungen stetig entwickelten.

Die Produktion der Branche stieg in den ersten sechs Monaten um real 18,9 Prozent auf 13,077 Milliarden Mark. Dabei lag die reale Produktionszunahme bei der Datenverarbeitung mit 19,9 Prozent etwa in der gleichen Größenordnung wie die Drahtnachrichtentechnik mit einem Plus von real 20,2 Prozent.

Der durch harten Wettbewerb seit langem auf die Erzeugerpreise ausgehende Druck hat in der DV-Industrie erstmals seit langer Zeit nachgelassen. Dazu trugen die steigende Wertschöpfung bei Bauelementen sowie der zunehmende Anteil der Kosten für die Software bei. Wigand geht davon aus, daß dieser Trend jetzt auch die Drahtnachrichtentechnik erfassen wird.

Die Branche exportierte im ersten Halbjahr mit 7,289 Milliarden Mark 24,2 Prozent mehr Produkte als im gleichen Vorjahreszeitraum. Noch kräftiger wuchsen die Einfuhren, nämlich um 39,8 Prozent auf 7,669 Milliarden Mark. Dazu führte insbesondere der durch amerikanische Lieferungen verursachte Handelsbilanz-Fehlbetrag von 1,346 Milliarden Mark mit Geräten der Datenverarbeitung.