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31.01.1997 - 

Schlußquartal sorgte für ein insgesamt gutes Geschäftsjahr 1996

Umsatz und Ergebnis von IBM enttäuschen die Wallstreet

Im Gesamtjahr 1996 hat IBM den Gewinn im Vergleich zu 1995 von 4,18 auf 5,43 Milliarden Dollar steigern und damit das beste Ergebnis seit dem Rekordjahr 1990 erzielen können. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 41,6 Prozent von 7,23 auf 10,24 Dollar - relativiert allerdings durch die Tatsache, daß das Unternehmen eigene Anteilsscheine im Wert von 5,8 Milliarden Dollar zurückgekauft hat. Der Umsatz des Konzerns kletterte von 71,9 auf 75,9 Milliarden Dollar.

Trotz Rekordeinnahmen im vierten Quartal fiel die Aktie

Trotz dieses soliden Jahresabschlusses zeigten sich die meisten Analysten enttäuscht. Viele hatten zumindest bei den Einnahmen zweistellige Zuwachsraten erwartet, und auch das Ergebnis war den Börsianern an der Wallstreet nicht gut genug, um den Kursanstieg der IBM-Aktie in den vergangenen drei Monaten um mehr als 30 Prozent zu rechtfertigen. Der Titel fiel denn auch zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses auf ein Tief von 145 Dollar.

An der durchwachsenen Börsenstimmung änderte auch das hervorragende vierte Quartal der Armonker nichts. Hier konnte der Konzern mit 23,1 Milliarden Dollar einen neuen Rekordumsatz verbuchen und damit, wie Insider kommentieren, quasi erst im Schlußspurt für ein insgesamt gutes Geschäftsjahr sorgen. Auch der Gewinn erhöhte sich im Schlußquartal im Vergleich zum Vorjahr um stolze 18,3 Prozent auf zwei Milliarden Dollar.

Der Umsatzanstieg ist, wie IBM-Chef Louis Gerstner bei der Vorlage der Bilanz betonte, auf eine deutliche Steigerung im Servicebereich, eine Gesundung der lange mit Schwierigkeiten kämpfenden PC-Sparte sowie höhere Software-Einnahmen zurückzuführen. Daß die Zahlen insgesamt nicht besser ausfielen, erklärte Gerstner mit dem nach wie vor flauen Europa-Geschäft.

Während beispielsweise die Umsätze im Dienstleistungsgeschäft um 25 Prozent auf 15,9 (12,7) Milliarden Dollar kletterten (dieser Bereich konnte damit seinen Anteil am Gesamtumsatz auf 21 Prozent erhöhen), stieg der Hardware-Umsatz nur noch um bescheidene zwei Prozent auf 36,3 (35,6) Milliarden Dollar. Anders als bei den Mainframes, dem Midrange-System AS/400 und den Speicherbausteinen, wo Zuwächse zu verzeichnen waren, erwiesen sich die Workstations der RS/6000-Serie am Markt als schwach, hieß es bei IBM offiziell. Der Umsatz mit Wartungsdiensten ging sogar um sechs Prozent auf sieben Milliarden Dollar zurück.

Im Software-Business legte Big Blue eigenen Angaben zufolge 1996 um drei Prozent auf ein Umsatzvolumen von 13 Milliarden Dollar zu. Hier machten sich allerdings auch die Akquisitionen von Lotus Development und Tivoli erstmals bemerkbar. Letztgenannte IBM-Tochter konnte ihren jüngsten Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr immerhin verdreifachen. Beide Töchter hätten allerdings derzeit noch keinen nennenswerten Anteil am gesamten IBM-Softwaregeschäft, hieß es.