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23.04.2007

Umsatzhoch für 2007 erwartet

Der Bitkom-Index ist im ersten Quartal 2007 um 3,6 Punkte auf 50,8 Zähler gestiegen. "Die CeBIT hat den Unternehmen zusätzlichen Schwung verliehen", sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold bei der Präsentation der Zahlen. Besonders zuversichtlich sind die Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen: 82 beziehungsweise 84 Prozent der Unternehmen erwarten für dieses Jahr steigende Umsätze.

Damit bewegt sich der Bitkom-Index im Gleichschritt mit dem ifo-Index. Auf Basis der neuen Umfrage wurde die Wachstumsprognose für den deutschen Markt für Informationstechnik und Telekommunikation inklusive digitaler Consumer Electronics von 2,0 Prozent auf 149,1 Milliarden Euro im Jahr 2007 bestätigt.

Selbst bei den Herstellern von IT-Hardware ist die Lage leicht optimistischer als noch vor drei Monaten: Immerhin 65 Prozent dieser Unternehmen rechnen für 2007 mit steigenden Umsätzen, ein Zuwachs um neun Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Nur jeder siebte erwartet ein nachlassendes Geschäft.

Trotz des scharfen Preiswettbewerbes in diesem Marktsegment haben sich die Gewinnerwartungen der Unternehmen verbessert: 57 Prozent rechnen mit höheren Gewinnen, vor drei Monaten waren es nur 35 Prozent. Optimistisch ist auch die Stimmung in der Kommunikationstechnik: 78 Prozent der Unternehmen erwarten ein Umsatzplus für dieses Jahr. Dafür sorgt insbesondere das schnelle Wachstum bei den Breitbandanschlüssen. Sie werden durch neue Angebote wie IP-TV attraktiver.

Ein strategisches Wachstumsfeld im Soft- und Hardwarebereich sind für Deutschland die sogenannten Embedded Systems. Diese für den Nutzer meist unsichtbaren ITK-Komponenten finden sich beispielsweise in Quarzuhren, Herzschrittmachern oder Computertomografen. Sie sind nur für eine genau definierte Funktion entwickelt und nicht - wie etwa ein PC - für unterschiedliche Zwecke geradezu universell einsetzbar. Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung, die Entwicklung der eingesetzten eingebetteten Software, fällt direkt in den Anwendungsbranchen an. Der weltweite Markt für Embedded Systems soll von rund 143 Milliarden Euro auf knapp 200 Milliarden Euro im Jahr 2010 steigen.

Ulrike Goreßen