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27.11.2006

Umsatzrekord im dritten Quartal

Den höchsten Umsatz in einem dritten Quartal seit sechs Jahren meldet Marktforscher IDC für Server. Dennoch stottert der Wachstumsmotor Volumenserver.

Von Wolfgang Leierseder

Der Servermarkt konnte im dritten Quartal 2006 um 3,5 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2005 zulegen und erzielte mit 12,9 Mílliarden Dollar Umsatz ein Rekordergebnis. Das hat die vierteljährliche Untersuchung zum Servermarkt "Worldwide Quarterly Server Tracker, November 2006" von Marktforscher IDC (www.idc. com) ergeben. Dieses Resultat markiert den höchsten Umsatz, der je in einem dritten Quartal seit dem Jahr 2000 erzielt wurde.

Was den Markt antrieb, war unter anderem die deutliche Nachfrage nach Blade-Servern; den Umsatzzuwachs beziffert IDC auf 29,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005. Die nachfragefreudigsten Kunden waren in Europa (plus 4,8 Prozent) und mehr noch im asiatischen und im pazifischen Raum (plus 13,7 Prozent) zu finden, und sie kauften vor allem IBM- und HP-Blades. Auf die beiden Anbieter entfielen insgesamt 77,3 Prozent Marktanteile.

Für ein deutliches Umsatzplus sorgten auch die Enterprise-Server, Marke Mainframes (Server, die 500.000 Dollar und mehr kosten). Mit einem Zuwachs von 9,1 Prozent verzeichnet IDC erstmals seit zwei Jahren ein positives Wachstum. Es ist vor allem IBM zugute gekommen, das in diesem Segment seinen Umsatz um 25 Prozent steigern konnte und jetzt 57,9 Prozent Marktanteil im High-End-Enterprise-Server-Segment hält. IDC führt den Zuwachs auf die neu eingeführten "System z9-"-Rechner zurück.

Für Volumenserver, also Server bis 25.000 Dollar Kaufpreis, meldet IDC: Nach ausgelieferten Stückzahlen wuchs der Servermarkt nur um 7,4 Prozent; das Umsatzplus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal war moderat.

Die Umsätze mit Midrange-Servern (Server mit Kaufpreisen zwischen 25.000 und 499.999 Dollar) gingen zum vierten Mal in Folge zurück, diesmal um 2,3 Prozent.

Nach Betriebssystemen betrachtet, führt Windows mit einem Gesamtumsatz von 4,8 Milliarden Dollar vor Unix mit 3,9 Milliarden und Linux mit 1,5 Milliarden Dollar. Nach Prozessortypen verbuchen x86-Server 6,6 Milliarden Dollar für sich - ein Umsatz von 4,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2005. In diesem Segment konnte HP vor Dell die meisten Server verkaufen; ebenso zeigte Sun, dass sich seine AMD-Option gelohnt hat: Es konnte seinen Umsatz um 46,5 Prozent steigern. EPIC/Itanium-Server legten bei einem Umsatz von mehr als 700 Millionen Dollar um 23,4 Prozent zu. Nach Umsätzen führt IBM erneut die weltweite Hitliste der Serveranbieter an. Mit 33,1 Prozent Marktanteil nach Umsatz liegt der IT-Riese vor HP (27,7 Prozent), Dell (10,5 Prozent), Sun (10 Prozent) und Fujitsu-Siemens (5,3 Prozent).

Betrachtet man aber das Serverquartal nach verkauften Einheiten, führt nicht IBM, sondern HP die Hackordnung mit 28,8 Prozent Marktanteil an. Dahinter liegt Dell mit 24,6 Prozent. Insgesamt wurden um 7,4 Prozent mehr Server verkauft als im Vergleichszeitraum 2005 - eine Zahl, die IDC-Analyst Matt Eastwood mit dem Hinweis versieht, dass sich das Serverwachstum seit neun fortlaufenden Quartalen verlangsamt.