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28.07.2000 - 

IBM-Studie: europaweites Nichtstun

Umstellung auf Euro kommt kaum voran

MÜNCHEN (CW) - Eine im Auftrag von IBM erarbeitete Studie belegt, dass europaweit Projekte zur Umstellung auf den Euro weit hinter den notwendigen Planzeiten zurückliegen.

Alle Anbieter von Tools und Services zur Umstellung von den nationalen auf die Einheitswährung Euro machen zur Zeit eine Erfahrung: Sie treffen auf keine Nachfrage, kaum ein Anwender scheint sich für den Euro sonderlich zu interessieren. IBM kann die frustrierende Erfahrung mit Zahlen aus einer Umfrage unter 300 Unternehmen und Organisationen in Europa belegen.

Selbst die größeren IT-Anwender sind nur zu zwei Prozent mit ihren Euro-Projekten fertig. Deutsche Unternehmen stehen nur scheinbar gut da: Sie haben zwar verhältnismäßig früh mit den Umstellungsprojekten begonnen, müssen aber noch über zwei Drittel ihrer Anwendungen Euro-fähig machen.

Dabei scheinen sich die Anwender ihrer prekären Lage durchaus bewusst zu sein. 20 Prozent glaubten nicht, bis zur endgültigen Einführung der neuen Währung am 1. Januar 2002 voll Euro-fähig zu werden. Selbst 15 Prozent der Organisationen im öffentlichen Bereich, also der IT unter staatlicher Kontrolle, erklären, ihre Umstellung voraussichtlich nicht im gesetzlich festgelegten Zeitrahmen schaffen zu können. Laut IBM sind nur Unternehmen aus dem Finanzsektor auf der sicheren Seite.

Gleichwohl scheint der Euro im Topmanagement hohen Stellenwert zu haben. So bescheinigen 20 Prozent der Befragten, dass das Euro-Projekt in ihrer Organisation höchste Priorität genieße. 90 Prozent erklären, dass die Umstellung weit mehr bedeute als nur die Einführung einer neuen Währung.

Den krassen Widerspruch zwischen Vorgaben und Realität beleuchten auch die von den Befragten bekundeten Ursachen des Verzugs. An erster Stelle steht die unterschätzte Komplexität der Umstellung. Häufig wird auch die mangelnde Vorbereitung von Geschäftspartnern als Grund für die eigenen Verzögerungen angegeben. Auffälligerweise begründen zehn Prozent der Befragten ihren Implementierungsrückstand mit der fehlenden Bereitschaft der Mitarbeiter, die im Euro-Projekt ein eher demotivierendes Moment sähen.