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30.01.1981

Umstellung des DOSVSE-Pakets stieß auf CICSVS- und VSAM-Hindernisse:Gesamt-Buchhaltung läuft unter lMS-DBDC

STEMWEDE (je) - Ausgesprochen vorteilhaft, berichtet die Software + Systemplanung (S+S) GmbH & Co. KG, Stemwede, hat es sich ausgewirkt, daß das Finanz- und Betriebsbuchhaltungssystem "FiBBS" (Version DOS/VSE) in modularer Programmiertechnik erstellt worden ist. Dadurch hat die Umstellung auf IMS-DB/DC nur elf Mannmonate gedauert. Nach Marktkenntnis der S+S - so Geschäftsführer Peter Schehka - wird eine derartige Online-Buchhaltung derzeit von keinem anderen Mitbewerber angeboten.

S + S hat das Anwendungsprogramm "Finanzbuchhaltung mit Betriebswirtschaft und Bildschirmen" (kurz: FiBBS) in der Zeit von 1973 bis 1975 entwickelt und unter DOS/VS häufig installiert. Hauptbeschäftigungsgebiet von S+S war in den zurückliegenden acht Jahren die Entwicklung, Installation und Wartung von Anwendungssoftware für das Rechnungswesen .

Ausgehend von rund 70 Batch- und 100 Dialog-FiBBS-Programmen, die alle in ANS-Cobol geschrieben sind und die VSAM-Dateiverwaltung verwenden, wurde zunächst eine verbesserte FiBBS/VSE-Version erarbeitet. Diese umfaßt unter anderem folgende Erweiterungen:

þeine Bedienerschutzeinrichtung ... hin zur Kontoebene

þverschiedene Möglichkeiten der Primanotaermittlung

þautomatische Zahlungszuordnung durch Kombination bis zu zehn offener Posten

þSpeicherung der monatlichen Kontoumsätze über zwei Geschäftsjahre

þProtokollierungsmöglichkeit aller Dialogeingaben.

Die an sich transaktionsorientierte Dialogprogrammierung im CICS/VS und die Speicherungstechnik VSAM boten die größten Hindernisse bei der Umstellung auf IMS-DB/DC, berichtet Schehka. Um eine gewisse Vergleichbarkeit zum vorhandenen DOS/VSE System zu erhalten, wurden zunächst alle VSAM-Dateien auf einstufige Datenbanken (root-segmente) umdefiniert. Die in den rund 70 Batchprogrammen vorhandenen Lese- und

Schreibbefehle waren relativ einfach auf IMS-DB abzuändern.

Als wesentlich schwieriger stellte sich die Umstellung des Dialogteils heraus. Schehka: Hier mußten zunächst alle verwendeten BMS-Bildschirmmasken (Basic-Mapping Support) neu definiert werden. Dies geschah mit Hilfe von MFS (Message Format Service). Um ein gutes Antwortzeitverhalten zu bekommen, mußte ein Springen von Dialogprogramm zu Dialogprogramm (CICS/VS-transaktionsorientiert) unbedingt vermieden werden. Deshalb wurden die etwa 100 einzelnen Dialogprogramme zu 17 IMS-DC-Moduln zusammengefaßt. Um die IMS-Möglichkeiten voll nutzen zu können, war eine Änderung der DC-Logik in Hinblick auf das CICS/VS unumgänglich. Mehr formale Arbeit war noch die Umbenennung der Einsprungspunkte, um doppelte Labels zu vermeiden.

Die FiBBS-spezifische Bedienerführung, fährt Schehka fort, ist beibehalten worden. Alles neuen 17 DC-Moduln sind "responsible" und "nonconversational". Die bei CICS/VS

vorhandene Möglichkeit der Verwendung eines Bildschirmanhanges mußte ganz aufgegeben

werden.

Als ausgesprochen vorteilhaft bei der Umstellung hat sich nach S+S-Beobachtung die im FiBBS verwendete modulare Programmiertechnik erwiesen. Alle satz- und dateibeschreibenden Programmteile sind in COPY-Büchern abgespeichert und werden von den Anwendungsprogrammen aufgerufen. Das gleiche gilt für alle Lese- und Schreibbefehle des Dialogteils.

FiBBS-IMS kostet je nach Ausbaustufe zwischen 130 000 und 180 000 Mark.

Informationen: Software + Systemplanung GmbH & Co. KG, Haldem Nr. 414, 4995 Stemwede 2, Tel.: 0 54 74/10 24.