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08.10.1976 - 

Nach Erfahrungen mit dem System 3 Nixdorf 8870 bestellt:

Umstellungshilfen als Umsteigehilfen

KELHEIM/DONAU - Die "Umstellung von bisher karten- auf plattenorientierte Organisation mit Bildschirmeinsatz innerhalb von drei Monaten mit möglichst geringem Anpassungsaufwand" war für die Kosik GmbH, Kelheim/Donau, "conditio sine qua non" bei der Anschaffung einer eigenen EDV-Anlage. Das war Anfang Mai 1975. Bis dahin ließ Kosik die EDV in einer Arbeitsgemeinschaft mit benachbarten Firmen extern abwickeln - auf einer IBM 360/20 Kartenanlage. Daneben wurden in einem Rechenzentrum Blockzeiten belegt, wobei praktische Erfahrungen mit dem System /3 gesammelt werden konnten. Doch Hardware-Umstellungen bei den bisherigen Partnern und die Notwendigkeit einer größeren Unabhängigkeit bei der Durchführung der maschinellen Arbeiten erzwangen die Entscheidung: Eine eigene Anlage muß her. Nach einer vergleichenden Marktuntersuchung - übrigens im Endkampf gegen IBMs System /3 und das System 62 von Honeywell Bull - fiel die Wahl auf eine Nixdorf 8870/4 mit 40 KB Hauptspeicher, zwei Bildschirmplätzen, Zeichendrucker (65 Zeichen/s) sowie zwei Magnetplatten mit je sechs Mio. Bytes. Für die Umstellungsarbeiten Karte/Platte wurden zusätzlich ein Kartenleser und ein Kartenlocher angemietet.

Ausschlaggebend für den Entschluß, eine Nixdorf-Anlage anzuschaffen, war nach Angaben des Anwenders die Möglichkeit, bestehende RPG I-Programme für die 360/20 direkt in RPG II umzusetzen. Dabei handelte es sich im einzelnen um Programme für die Auftragserfassung als Grundlage der Produktionsplanung, die Materialbewirtschaftung von rund 10 200 Artikeln - monatlich etwa 250 bis 300 Materialzugänge - sowie verschiedene Statistiken. Die Daten aus Auftragserfassung, Materialbewirtschaftung sowie Lohn- und Betriebsabrechnung laufen in der Nachkalkulation zusammen.

Als Standard-Software-Paket kam, außerdem das Nixdorf-eigene INVES zum Einsatz. Die bereits vorhandenen, Programme für Lohn- und Gehaltsabrechnung wurden 1:1 übernommen. Im Arbeitsablauf ergaben sich dabei keine Änderungen. Angepaßt werden mußten lediglich die Scheckschreibe-Programme.

In weiteren Ausbaustufen sollen nach Aufstockung der Plattenkapazität - eine umfassende Zeiterfassung und -kontrolle sowie eine

A-B-C Anlage abgewickelt werden.

A. & C. Kosik GmbH in Kelheim/Donau ist ein Unternehmen der metallverarbeitenden Investitionsgüter-Industrie und beschäftigt insgesamt etwa 300 Mitarbeiter. Das Produktionsprogramm: Apparatebau, Fertigung von Behältern und Rohrleitungen sowie der Maschinen- und Kalkschachtofenbau. Es werden nahezu ausschließlich Einzelstücke gefertigt.