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26.02.1999 - 

Microsoft räumt "viele Risikopunkte" ein

Umstieg auf Windows 2000 birgt signifikante Probleme

FRAMINGHAM (IDG) - Die auf das kommende Jahr verschobene Auslieferung von Windows 2000 hat offensichtlich triftige Gründe: Der Umstieg von Windows 95 und 98 auf Windows 2000 wird Microsoft zufolge für Anwender problematisch.

Der Hersteller räumt mittlerweile ein, daß die Migration auf die nächste Betriebssystem-Generation mit signifikanten Schwierigkeiten verbunden sein könne. "Ein Upgrade von Windows 95 oder 98 auf 2000 birgt noch zu viele Risikopunkte", erklärt Microsoft-Produkt-Manager Craig Beilinson. Ein heikles Thema seien dabei in erster Linie die "total unterschiedlichen" Registrierungsdateien von Windows 9x und Windows 2000.

Doch weniger das Betriebssystem selbst als vielmehr die aufsetzenden Applikationen sorgen bei der Gates-Company für Kopfzerbrechen: "Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir die existierenden Applikationen auf die neue Plattform bringen", gibt Beilinson zu Protokoll. Während sich die Installation von "Office", "Notes" oder "Word" auf ein frisch aufgespieltes Windows 2000 relativ unproblematisch bewerkstelligen lasse, erwarte der Manager ungleich größere Schwierigkeiten, wenn der Anwender Windows 2000 per Upgrade über ein vorhandenes Windows-95- oder -98-System inklusive der Programme installiere. Die installierten Applikationen könnten schließlich nicht wissen, daß sie künftig auf dem Nachfolgesystem von Windows NT laufen müßten. Laut Beilinson gibt es bei Microsoft bis dato noch keine Richtlinien darüber, wie dieses Problem aus der Welt zu schaffen sei.

Ebensowenig existieren offenbar Pläne für neue Werkzeuge, die dem Endanwender einen Umstieg auf das Betriebssystem erleichtern könnten: "Es handelt sich um ein relativ gravierendes Update, deshalb brauchen wir auch etwas, um dem User beim Umstieg zuhelfen - etwa eine Auswahl an Tools", so ein anderer Firmensprecher. Das Problem sei ähnlicher Natur wie einst beim Umstieg von Windows 3.x, 95 oder 98 auf die Profi-Variante WindowsNT. Damals hieß es: "Festplatte löschen und neu beladen."

Auch Analysten warnen vor einem unüberlegten Umstieg: "BeideB etriebssystem-Varianten sind einfach zu unterschiedlich", konstatiert Rob Enderle, Marktforscher bei der Giga Information Group aus Cambridge, Massachusetts. Der Analyst warnt: "Eine Migration ist nicht zu empfehlen."

Neben softwarebedingten Schwierigkeiten erwarten die Auguren auch Hardwareprobleme. Während unter Windows 98 ein Arbeitsspeicher von 16 MB als Minimum galt, sei Windows 2000 mit weniger als 32 MB RAM nicht ausführbar, weiß etwa Bill Peterson, Marktforscher bei International Data Corp. (IDC), Framingham, Massachusetts.