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31.07.1998 - 

Übergang auf NT und Fibre Channel kostet Geld

Umstrukturierungen bei SGI und Data General verursachen Verluste

Data General (DG) stellte die Zahlen für das dritte Quartal 1998 vor, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gesamtergebnis deutlich unter den Werten des Vorjahreszeitraums liegen. So konnte die Company in der Dreimonatsperiode nur mehr Waren im Wert von 351 Millionen Dollar absetzen, vierzig Millionen weniger als im Vorjahr. Dabei erwirtschaftete DG einen Verlust in Höhe von 155 Millionen Dollar oder 3,15 Dollar je Aktie. Im dritten Quartal 1997 konnten sich die Aktionäre noch über ein leichtes Plus in Höhe von knapp 15 Millionen Dollar oder 0,34 Dollar je Aktie freuen.

Die Unternehmensleitung begründet das negative Ergebnis damit, daß in den Verlusten rund 135 Millionen Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten sind, die sich vor allem durch die Umstellung der "Clariion"-Speichersysteme von der SCSI-Schnittstelle auf den Fibre Channel ergeben hatten. Dennoch sieht sich Firmenchef Ronald Skates auf dem richtigen Weg, denn der Umsatz mit solchen Systemen konnte im Vergleich zum zweiten Quartal des Jahres um 70 Prozent gesteigert werden, so daß Fibre-Channel-Geräte bereits 25 Prozent der gesamten Storage-Einnahmen ausmachten. Positiv entwickle sich auch das Geschäft mit NT-Servern, die im Bereich Intel-basierter "Aviion"-Server mittlerweile für zirka 65 Prozent Umsatz sorgten.

Später Umstieg von Unix auf NT

Auf NT als Umsatzträger hoffen auch die Manager der Silicon Graphics Inc. (SGI), die jetzt die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamt-Geschäftsjahr 1998 vorlegten, das zum 30. Juni endete. Im vierten Quartal 1998 ging der Umsatz von den 1,2 Milliarden Dollar des dritten Quartals auf 774 Millionen Dollar zurück.

Zugleich erwirtschaftete SGI einen Verlust in Höhe von 220 Millionen Dollar (1,17 Dollar je Aktie), der sich im Zwölfmonatszeitraum auf 468 Millionen Dollar (2,47 Dollar je Aktie) kumulierte. Das Vorjahr brachte im letzten Quartal noch einen Gewinn in Höhe von 102 Millionen Dollar und einen Jahresnettogewinn von knapp 80 Millionen Dollar.

Firmenboß Richard Beluzzo stellte im vierten Quartal des Jahres rund 205 Millionen Dollar für den Rückzug aus dem Geschäft mit Supercomputern und den Umbau der Produktlinien in Richtung NT-Rechner bereit. Die im April des Jahres getroffenen Entscheidungen betrafen auch die Chipschmiede Mips Technology Inc., die als eigenständige Firma etabliert werden soll. Mips erzielte im vierten Quartal bei einem Umsatz von elf Millionen Dollar einen Gewinn in Höhe von 4,6 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres konnte Mips zwar um 2,5 Millionen Dollar mehr verkaufen, kam aber auf einen Verlust von 9,5 Millionen Dollar. Die Ergebnisse des Prozessorherstellers sind in den SGI-Zahlen enthalten.

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Beluzzo eine deutliche Ertragsverbesserung, zu der SGIs erste NT-Workstation beitragen soll, die derzeit entwickelt wird. Bei den Workstations verlor die Company mit ihren Unix-Geräten zunehmend an Marktanteilen, da die billigeren NT-Workstations immer leistungsfähiger werden. Einsparen werde man auch bei der Entwicklung von Supercomputern. Als positiv machten sich zudem jetzt schon die verstärkten Marketing-Aktivitäten für Server bemerkbar, so Beluzzo. SGIs Server-Verkäufe lagen im vierten Quartal um 23 Prozent über denen der Vorperiode.