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14.07.2000 - 

Vor der Auktion: Zweifel am Return-on-Investment

UMTS-Lizenznehmer riskieren Kopf und Kragen

MÜNCHEN - Die Geschäftspläne der Bewerber um die Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration stehen auf tönernen Füßen. Sollte die anstehende deutsche Auktion um die UMTS-Frequenzen zu einer ähnlichen Preisexplosion führen wie in Großbritannien, ist ein Return-on-Investment nicht in Sicht. CW-Bericht, Peter Gruber

Die Euphorie um den kommenden Mobilfunkstandard Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) weicht immer mehr der Ernüchterung. Der Verlauf der Versteigerung in England hat nicht nur die Bieter schockiert, sondern über deren Konzernzentralen hinaus auch die gesamte TK-Branche, Analysten, Wissenschaft, Politik und Anleger.

In allen Bereichen geht jetzt die Sorge um, zu hohe Investitionen der Netzbetreiber in Lizenzen und Netzinfrastrukturen könnten die Entwicklung des UMTS-Marktes lähmen. Betroffen wären nicht nur die Carrier selbst, sondern in Folge einer Kettenreaktion auch die Hersteller von Netztechnik und Endgeräten, Content-Provider, Portalbetreiber und natürlich die Verbraucher.

Dabei ist UMTS für die Lizenzbewerber ohnedies ein gewaltiges Abenteuer, unabhängig vom deutschen Auktionsergebnis. Der Duisburger Professor Torsten Gerpott erwartet den Sprung in die Gewinnzone frühestens nach zehn Jahren - und das ohne Berücksichtigung der teuren Lizenzkosten.

Die Gewinner der Frequenzen sind also auf einen boomenden UMTS-Markt angewiesen. Diethard Bühler, Consultant von AT Kearney, glaubt zwar an die Entwicklung innovativer Dienste, bezweifelt aber ernsthaft, dass sie für solide Geschäftspläne im UMTS-Umfeld ausreichen werden - eine Meinung, mit der Bühler nicht allein steht (siehe Seite 9).