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05.12.2003 - 

UMTS/Kommentar

UMTS - multimediales Risiko

Peter Gruber Redakteur CW

"Wir haben bei UMTS nur einen Schuss frei", sagte Rudolf Gröger kürzlich auf einer Konferenz in München. Der CEO von O2 brachte damit zum Ausdruck, was derzeit in Deutschland alle Beteiligten denken: Der Start in die multimediale Mobilfunkära darf auf keinen Fall zum Flop werden. Die Protagonisten wissen nur zu gut, dass sie sich anfängerhafte Fehler wie bei der Einführung von WAP und GPRS nicht mehr erlauben können. Dazu ist die Erwartungshaltung der Bevölkerung in den Mobilfunk von morgen, die vor allem durch die 50 Milliarden Euro schwere Lizenzauktion geschürt wurde, viel zu hoch.

Momentan deutet nichts darauf hin, dass die vier verbliebenen Lizenznehmer E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone ihren kommerziellen UMTS-Start überstürzen. Verständlicherweise, denn noch sind die Risikofaktoren viel zu hoch. Das Zusammenspiel der GSM/GPRS- und UMTS-Infrastruktur funktioniert noch längst nicht reibungslos. Das Handover zwischen den unterschiedlichen Funkzellen muss nicht nur in den Labors, sondern auch im realen Betrieb klappen. Abbrüche bei multimedialen Anwendungen werden die Kunden noch weniger verzeihen als bei Telefonaten.

Gefordert sind auch die Handy-Hersteller. Sie müssen im Innenleben ihrer Geräte nicht nur die verschiedenen Mobilfunktechniken abbilden, sondern auch noch chice Telefone liefern. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vermarktung von UMTS-fähigen Diensten liegt nämlich in erster Linie in der Funktionalität der Handys - und in bezahlbaren Tarifen. Das haben die Anbieter mittlerweile begriffen und nehmen das Kürzel UMTS kaum mehr in den Mund. Hinter den Kulissen wird dafür fieberhaft an den Preisstrukturen gearbeitet. Keine leichte Aufgabe für die Netzbetreiber, die schnell Kunden gewinnen müssen, sich mit Billigangeboten aber nicht die Preise verderben dürfen, wollen sie ihre Investitionen jemals wieder einspielen.