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26.05.2006

Umwälzungen wie in der industriellen Revolution

Gartner nennt vier zentrale Trends, die rasante Veränderungen für Unternehmen zur Folge haben.

Auf ihrem Frühjahrssymposium ITxpo in San Francisco haben die Analysten von Gartner vier Trends ausgemacht, die IT-Organisationen stark beeinflussen werden. Die Rede ist von einem "unaufhaltsamen Wirbelsturm der Veränderungen", von dem nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen sowie die gesamte Gesellschaft erfasst würden. Laut Gartner sind die Einflüsse ähnlich gravierend wie die der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert.

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1. "Commoditization und Consumerization"

Immer größere Teile der IT werden den Analysten zufolge zur austauschbaren Massenware. Bei PCs, Speicher und Netzwerkbandbreite ist der Prozess längst in vollem Gang. Käufer beziehen Produkte, die sich preislich und in der Ausstattung angleichen. Gartner erwartet, dass diese Entwicklung auch im Software- und Servicesegment weiter um sich greift.

"Anwender nutzen die IT und beeinflussen damit ihre Lebensumstände und ihr Konsumverhalten", so Chefanalyst Steve Prentice. Es werde darum gehen, ob und wie schnell sich Hersteller den veränderten Kundenwünschen öffnen könnten.

2. Virtualisierung und "Tera-Architekturen"

Beim zweiten Trendpaar geht es darum, dass IT-Ressourcen zunehmend in Pools zusammengeführt werden. Ihre physikalische Natur wird versteckt, und die Grenzen zu User-Endgeräten werden unsichtbar.

Gartners Vision ist eine IT-Infrastruktur, die aus granularen, sich gegenseitig erkennenden Rechenressourcen aufgebaut ist. "Dieser skalierbare Zero-Management-Ansatz führt zu einer neuen Tera-Architektur", sagt Analyst Martin Reynolds. Zu vertretbaren Kosten könne in einfach skalierbaren Umgebungen ein Vielfaches an Rechenleistung erzielt werden.

3. Software-Delivery-Modelle und Entwicklungsstile

Die Art, in der Software entwickelt und beschafft wird, ändert sich laut Gartner grundlegend. "Die Kontrolle über den Entwicklungsprozess wandert vom Programmierer zu jedermann", führte Daryl Plummer aus, Group Vice President und Chief Gartner Fellow. Ferner entwickle sich der Softwaremarkt in Richtung Mietmodell (Software as a Service = SaaS). Unternehmen würden zudem anstelle großer Applikationen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen anschaffen.

4. Community und Collaboration

Gartner mahnte die Konferenzteilnehmer zu mutigen Veränderungen. Ihre Mitarbeiter und Kunden nähmen auf individueller Ebene längst an virtuellen Communities teil - deshalb sollten die Firmen dasselbe tun. Die Analysten haben ausgerechnet, dass der durchschnittliche Wissensarbeiter bereits in etwa zehn virtuelle Gemeinschaften involviert ist. Binnen zehn Jahren würden 80 Prozent der Arbeit, die von Angestellten geleistet wird, in kollaborativen Teams erbracht.

Wer heute in ein Arbeitsverhältnis eintrete, sei in hohem Maße auf Collaboration und Communities ausgerichtet. Absolventen von Schulen und Universitäten fühlten sich in Social-Networking-Communities zu Hause. Unterhielten sich Gartner-Analysten mit Anwendern, zeige sich aber immer wieder, dass entsprechende Technologien nicht als zwingende Investitionen empfunden würden. (hv)