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23.12.1998 - 

Vereinte Nationen wollen weltweite Kooperation

UN-Generalsekretär Annan warnt vor Jahr 2000

MÜNCHEN (CW) - Die Brisanz der Jahr-2000-Umstellung von Hard- und Software hat sich inzwischen bis zur Weltorganisation UN herumgesprochen. Delegierte der ersten globalen Konferenz zu diesem Thema erklärten, ihre nationale Regierungen nachdrücklich auf das Problem hinzuweisen.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte in seiner Ansprache an die Konferenzteilnehmer, bei der Jahr-2000-Umstellung handle es sich um ein Problem, das jedermann stark betreffen werde, sollte es nicht vorher gelöst werden.

Die Konferenz, die vergangenen Freitag begann, soll international organisierte Aktivitäten initiieren. Gemäß einem Vorschlag von über 120 UN-Mitgliedsstaaten soll die Weltbank insbesondere ärmeren Ländern finanziell unter die Arme greifen, um deren Computersysteme auf die Jahr-2000-Umstellung vorzubereiten.

Während in diesen Ländern die Hard- und vor allem Software veraltet ist und oft nicht mehr aufgerüstet werden kann, stehen die reichen Nationen vor dem Problem, daß sie über eine Unzahl von verschiedenen Systemen verfügen. Diese alle müßten auf ihre Y2K-Tauglichkeit überprüft werden. Y2K steht für die Jahr-2000-Problematik beziehungsweise die mit dem Datumswechsel drohenden Störungen.

Jonathan Spalter, Associate Director für Information der US-Information Agency, wird vom "Wall Street Journal" mit der Aussage zitiert: "Die UN hat mühsam dafür gesorgt, daß nach der durch Technologieeinsatz bedingten Katastrophe von Hiroshima und Nagasaki die Welt wieder in Ordnung gekommen ist. Jetzt müssen die Vereinten Nationen wieder auf den Plan treten."

Nach Schätzungen des UN-Abteilungsleiters Joseph Connor könnte die weltweite Anpassung von Computersystemen an die Daten ab dem Jahr 2000 rund eine Billion Mark kosten.

Derweil hat in den USA bereits eine erste Versicherung ein Gerichtsverfahren angestrengt. Die Cincinnati Insurance Company reichte eine entsprechende Petition ein, um klären zu lassen, ob sie aufgrund einer mit Source Data Systems abgeschlossenen Police verpflichtet ist, dem Softwarehaus finanziellen Schaden zu ersetzen. Source Data seinerseits war von einer Krankenhausgruppe aus Kentucky, der Pineville Community Hospital Association, auf Zahlung von 1,25 Millionen Dollar verklagt worden. Eine von Source Data entwickelte und von Pineville 1996 installierte Krankenhaus-Management-Software sei nicht Jahr-2000-tauglich. Der eingeforderte Betrag diene dazu, die Software auszutauschen.