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06.04.1990 - 

Europa-Direktor Wahl weist Vorwürfe der Third-Party-Entwickler zurück

Unabhängige Softwarehäuser beklagen Marktpolitik der OSF

LONDON (CW) - Heftige Vorwürfe hat eine Gruppe freier Softwareanbieter auf einer Veranstaltung des Marktforschung-Instituts Dataquest gegen die Open Software Foundation (OSF) erhoben. Wie der Brancheninformations-Dienst Computergram berichtet, werfen die Softwerker der Organisation vor, den Markt zu zerstören.

Die von Hardwareunternehmen dominierte OSF beabsichtige, so der Vorwurf, unabhängige Softwareanbieter mit einer verantwortungslosen Lizenz- und Preispolitik aus dem Markt zu drängen. Für den Source-Code fortschrittlicher Anwendungen zahle die Organisation Anbietern nicht mehr als einen "Hungerlohn".

Am Markt würden diese Fremdprodukte dann weit unter Wert angeboten, weil die Organisation auf diese Weise ihre eigenen Marktanteile ausbauen wolle. Proteste habe es bisher kaum gegeben, weil die Softwarehäuser es sich nicht leisten wollten, auf die OSF als potentiellen Distributionskanal zu verzichten.

Paul Wahl, Director European Operations bei der OSF in München, entkräftet die Vorwürfe. Die OSF habe keinen "Gewinnerwirtschaftungs-Anspruch" und damit keinerlei Grund für derartige Maßnahmen. Softwarehäuser, deren Produkte die OSF unterstütze, hätten entscheidende Vorteile, weil sie zu ihrer Software die grafische Benutzeroberfläche OSF/Motif anbieten könnten.

Seiner Ansicht nach sind die Vorwürfe aufgrund persönlicher Motive entstanden. "Es gibt unabhängige Softwarehäuser, die traurig sind, weil wir ihre Produkte nicht auswählen konnten", begründet der OSF-Manager den Mißmut der "Ankläger". Wahl spielt damit unter anderem auf das Unternehmen Addamax an, einen US-Anbieter von Sicherheitssoftware, dessen Präsident Peter Alsberg bei den Bezichtigungen als Wortführer in Erscheinung getreten war.