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26.05.2000 - 

Datamonitor befragt 17000 Haushalte in Europa und den USA

Unbequeme Surfer: Jeder nutzt das Internet auf seine eigene Art

MÜNCHEN (CW) - Das britische Marktforschungsunternehmen Datamonitor blickt optimistisch in die Zukunft des europäischen E-Commerce. Je länger die Menschen online seien, umso besser gefalle ihnen das elektronische Einkaufen. Anbieter sollten sich allerdings auf unterschiedliche Erwartungen in den einzelnen Ländern einstellen.

In den Monaten März und April dieses Jahres haben die Datamonitor-Analysten insgesamt 17000 rund 40-minütige Interviews mit privaten Internet-Nutzern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien und den USA geführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf Europa. Herausgekommen ist die Neudefinition der Relativitätstheorie. Mit der Einstein-Formel E=mc2 wollen die Marktforscher künftig die Entwicklung des elektronischen Handels vorhersagen. Das "E" steht dabei für Expenditure (Ausgaben) oder E-Commerce, das "m" für die online verbrachten Minuten beziehungsweise Monate und das "c" für das Vertrauen in das Medium Internet - immer auf den einzelnen Nutzer bezogen. Kurz gesagt: je länger, je lieber, je mehr.

Anbieter haben keinen Grund, sich zurückzulehnenKonkrete Zahlen hat Datamonitor auch parat. Bis zum Jahr 2004 werden 79 Prozent der Europäer das Internet nutzen, und 70 Prozent werden auch online einkaufen. Die Zahl der Web-Konsumenten wird von jetzt 19 Millionen auf dann 100 Millionen steigen. Dabei werde der Vorsprung der USA gegenüber Europa weiter verringert, so die Analysten. Gerade in der Alten Welt würde eine steigende Auswahl an Internet-fähigen Endgeräten wie Mobiltelefone, Spielkonsolen und interaktives Fernsehen die Online-Gemeinde rasch erweitern. Hier sei die Akzeptanz größer als in Amerika.

Die Marktforscher sehen trotz des großen Marktwachstums keinen Grund für Anbieter, sich gelassen zurückzulehnen. Im Gegenteil: Die Ansprüche der erfahrenen Surfer an Web-Angebote steigen rasch, und zwischen den einzelnen untersuchten Ländern unterscheidet sich das Nutzerverhalten deutlich.

Während etwa der Anteil an Onlinern in Schweden und Deutschland im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung relativ hoch ist, sind hier weit weniger Surfer bereit, auch via Web zu bezahlen als in Großbritannien oder Frankreich. Drei Viertel der schwedischen und deutschen Internet-Shopper lassen sich eine Rechnung schicken, während es bei den Briten und Franzosen nicht einmal ein Viertel ist. Interessant auch die Unterschiede, warum die Menschen online einkaufen. Für die Deutschen stehen Bequemlichkeit und Geschwindigkeit klar im Vordergrund, während die Schweden und Briten vor allem günstigere Preise erwarten. Allerdings genügt es laut Datamonitor keineswegs, allein die vordergründigen Wünsche der Web-Nutzer zu kennen und zu erfüllen. Mindestens ebenso wichtig für eine dauerhafte Kundenzufriedenheit sind eine reibungslose Lieferung und erstklassiger Service. Zwar antworteten 92 Prozent der von den Marktforschern befragten Surfer, der Service, den sie kennengelernt haben, sei gut oder akzeptabel gewesen. Schaut man sich aber die Antworten der erfahreneren Nutzer an, dann ergibt sich ein ganz anderes Bild. Hier war nur noch gut die Hälfte mit der Abwicklung ihres Geschäfts zufrieden. Wer noch nicht so lange im Web sei, der wisse es halt nicht besser, kommentiert Datamonitor-Direktor Doug Wilson lakonisch.