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16.10.1998 - 

Firmen fordern konzertierte Aktion

Unbesetzte Stellen werden zum Hemmschuh für die IT-Branche

Bereits in diesem Jahr fehlen der IT-Branche 510000 Fachkräfte in Westeuropa. Daß sich diese Zahl in den nächsten Jahren noch vervierfachen könnte, ist laut IDC durchaus möglich, wenn die EU-Staaten keine einschneidenden Veränderungen in der Ausbildung vornehmen. Eines der größten Probleme ist, daß die Mitarbeiter die nötigen Fähigkeiten nicht erlernen. Bis zum Jahr 2002 wird ein jährlicher Zuwachs an qualifizierten IT-Kräften von nur sechs Prozent erwartet - zu wenig, um die offenen Stellen zu besetzen: Laut IDC müssen Unternehmen die Zahl ihrer IT-Stellen von 8,3 Millionen im Jahr 1997 auf 12,2 Millionen im Jahr 2002 erhöhen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Personalmangel schlägt sich für die Betriebe in steigenden Kosten und verzögerten Projekten nieder. Zudem wird er auch zum technologischen Hemmschuh, wenn die Unternehmen innovative Projekte hinten anstellen, um so wenigstens dringende Probleme wie die Umstellung auf den Euro oder das Jahr-2000-Problem zu lösen.

Die Branche reagiert auf das Dilemma bereits mit höheren Löhnen. So schätzt IDC, daß die Gehälter der IT-Experten in den vergangenen zwölf Monaten zwischen zwölf und 60 Prozent anstiegen. Außerdem fordert die IT-Branche, darunter auch die SAP AG in Walldorf, ein gemeinsames Vorgehen von Regierungen, Industrie und europäischen Institutionen, um die erforderliche Ausbildungsreform voranzutreiben. So solle die EU die Struktur für einen anhaltenden Dialog zwischen privatem und öffentlichem Sektor herstellen.