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23.05.1997 - 

Kommentar

... und die Großen läßt man laufen

Seit nunmehr elf Jahren kämpft die BSA für den "Schutz von Software als geistiges Eigentum". Mehr als ein Jahrzehnt gab sich der Interessensverband der Illusion hin, mit spektakulären Klagen gegen Datendiebe abschreckend auf Nachahmer wirken zu können und so Millionenverluste durch illegale Softwarenutzung einzudämmen. Doch die Juristen der BSA haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht - und das sind ihre Mitglieder und deren vertraglich zugesichertes Veto-Recht. Die zur BSA gehörenden Softwareschmieden stellen sich auf den Standpunkt: bloß kein Porzellan zerschlagen und in Zukunft das doppelt und dreifache für Software abkassieren. Nicht die Raubkopierer zollen der BSA den erwarteten Respekt, sondern die Hersteller den kopierwütigen Kunden.

Wen wundert es also, daß sich die BSA aufgrund dieser schier ausweglosen Situation nach alternativen Opfern umsieht und kurzerhand einen neuen Buhmann ausgemacht haben will: Kleine und mittlere Unternehmen, die im Einzelfall nicht die horrenden Vertragssummen aufbringen, mit denen sich Microsoft und Co. besänftigen lassen. Außerdem ist es einfacher, einen Schwarm kleiner Heringe zu fangen als einen großen Wal. Die BSA teilt nun offiziell die Raubkopierer in zwei Klassen ein: Die Großen, die man laufen läßt, und die Kleinen, die die Zeche zahlen.ade