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31.01.1992

"Und sie bewegt sich doch!"

Der (fälschlicherweise) dem mittelalterlichen italienischen Astronomen Galileo Galilei zugeschriebene Satz gilt nicht nur für Mutter Erde, sondern auch für das DV-Mutterschiff Big Blue, das lange Zeit den Anschein erweckte, es sei weltlicher Normalität hinreichend weit entrückt. Jetzt soll der Tanker auf neuen Kurs gebracht werden. Es ist unübersehbar, wie der einstige Musterkonzern der DV-Branche bemüht ist, in die Richtung zu kommen, in der die Kunden sich (fort-)bewegen. Der Main-frame-Marktführer macht Ernst mit einem Unix-Angebot, das wettbewerbsfähig ist und sich strikt an offene Standards hält.

Es dauert der IBM inzwischen gar zu lange, bis aus Vor schlagen akzeptierte Standards werden. Nach einer Mitteilung des Branchendienstes "Computergram" soll die Firma 1200 Angestellte auf ihrer Lohnliste haben, die in 1000 Standardisierungsgremien tätig sind.

Das ist keinesfalls blinder Aktionismus.

Der wirtschaftliche Erfolg mit Unix-Systemen gibt der Firma recht. Und IBMer verstehen nicht nur viel von Marketing sie sind sich auch ihrer Stärken bewußt.

Es spricht überhaupt nichts dagegen, daß sie ihnen bekannte Wege nutzen und 1992 drei Viertel des AlX-Geschäftes mit Großkunden machen wollen. Gerade diese Großanwender brauchen offene Systeme, um bei zunehmender wirtschaftlicher Verflechtung ihre Datenverarbeitung integrieren zu können.

Aber sie sind nur durch Qualität zu überzeugen, die im übrigen der Sache der Unabhängigkeit von proprietären Zwängen nur dienlich sein kann.