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16.07.1999 - 

Arbeitsmarkt/Kommentar

Undankbare IT-Mitarbeiter

16.07.1999

Immer wieder das Internet: Es stellt nicht nur den Handel und das Bankwesen auf den Kopf, nicht nur die vielzitierten Autohändler und Reisebüros müssen sich etwas überlegen, wenn sie überleben wollen. Nein, auch die Personaler erleben nicht nur die Vorteile des weltweiten Netzes.

Was ist damit gemeint? Nehmen wir einmal das Beispiel des Wald-und-Wiesen-Programmierers Müller. Selbst er wird mittlerweile für viel Geld angeheuert, gut entlohnt wird er sowieso und die Option auf eine Management-Aufgabe bekommt er obendrauf. Nach einem Jahr mag er nicht mehr und geht. Was das mit dem Internet zu tun haben soll?

Seit die Mitarbeiter via Web vom eigenen Bürosessel ohne große Mühe jede Firma erreichen können und sich in der Mittagspause über die besten Angebote informieren, hängt in einigen Betrieben der Haussegen schief. Damit nicht genug: Durch spezielle E-Mail-Newsletters lassen sich Wechselwillige die Jobangebote gleich zuschicken. Die Antwort auf das Angebot muß nicht aus einer umfangreichen Mappe bestehen, eine witzige und gut formulierte E-Mail hat schon oft für die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ausgereicht.

Eine klassische deutsche Tugend, nämlich Firmentreue, zählt auf einmal wenig. Personaler sind ratlos und reagieren sauer auf die treulose IT-Generation, die von Firma zu Firma, von Job zu Job springt, immer auf der Suche nach noch etwas Besserem. Das Internet hat alle aufgescheucht, guter Rat ist teuer. Oder auch nicht. Denn im Grunde geht es immer wieder um die gleiche Frage: Wie schaffe ich als Firmenchef eine Unternehmenskultur, in der sich Beschäftigte wohlfühlen? Denn noch immer ist es so, daß zwischen den Sonntagsreden der Geschäftsführer und der innerbetrieblichen Realität Welten liegen. Und solange Unternehmenskultur nicht Chefsache ist - nicht nur auf dem Papier -, wird das Internet die Personaler auf Trab halten.