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21.03.2003 - 

Programmierung in Niedriglohnländer auslagern und Kosten sparen

Ungebrochener Trend zum Outsourcing

MÜNCHEN (CW) - Immer mehr IT-Unternehmen lagern Programmierarbeiten in Länder mit niedrigeren Löhnen und Abgaben aus. Laut Marktforschungsinstitut Giga Information Group wird IT-Outsourcing nach Indien dieses Jahr um 25 Prozent zunehmen.

Die Unternehmen wollen nicht nur Geld sparen, auch die Qualität muss stimmen. Giga-Analystin Stephanie Moore warnt in diesem Zusammenhang vor China als Outsourcing-Partner: "Der Markt ist noch zu unreif. Fehlende Englischkenntnisse, keine ausreichenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie das nicht geregelte Urheberrecht machen China derzeit zu einem Risiko."

Auch Forrester Research schätzt, dass die Zahl der Computerjobs in den USA, die ins Ausland verlagert werden, von 27171 im Jahr 2000 auf 472632 im Jahr 2015 ansteigen wird. Zudem würden mit den IT-Tätigkeiten auch Arbeitsplätze in Call-Centern und im Backoffice-Bereich verlegt.

Das mögen zwar gute Nachrichten für die sparwilligen Unternehmen sein, doch könnte sich der massenhafte Schwund der IT-Jobs zu einer Bedrohung für den amerikanischen und europäischen IT-Arbeitsmarkt auswachsen. Die US-amerikanische Interessenvertretung der IT-Beschäftigten "Washtech" hat in dieser Sache bereits eine Untersuchung durch den Kongress verlangt. Auch befürchten Kritiker des Offshore-Trends, dass die Auslagerung von Programmierjobs langfristig die technologische Führerschaft der Vereinigten Staaten gefährden könnte. Befürworter halten dagegen: Amerikanische IT-Arbeitnehmer würden sich mehr auf hoch qualifizierte Tätigkeiten spezialisieren, die im Land bleiben.

Der Trend zur Offshore-Programmierung ist jedenfalls ungebrochen: Branchenriesen wie HP, IBM und Electronic Data Systems rühmen sich damit, ihre Kunden von Billigländern wie Indien, Mexiko und Brasilien aus bedienen zu können. Giga-Analystin Moore schätzt, dass allein Indiens Umsatz mit ausgelagerten Geschäftsprozessen in diesem Jahr um mindestens 65 Prozent wachsen wird. Das Geschäftsvolumen solcher IT-verbundener Services betrug im Jahr 2001 insgesamt 1,5 Milliarden Dollar.