Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.07.2001 - 

Trotz kräftigen Umsatzwachstums und neuer Großkunden

Ungeplante Kosten vergrößern Defizit von DA

MÜNCHEN (CW) - Der E-Marketing-Spezialist Digital Advertising (DA) hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 2000/01 vorgelegt. Ungeachtet der widrigen Marktumstände für Internet-Dienstleister legte das Unternehmen beim Umsatz kräftig zu, musste jedoch einen Verlust weit über Plan ausweisen.

"Die Kosten in der jeweiligen Höhe waren nicht geplant", räumte DA-Gründer und Vorstandsmitglied Raimund Alt bei der Präsentation der aktuellen Zahlen ein. Noch zum Börsengang Ende 1999 war das Unternehmen davon ausgegangen, im nun abgeschlossenen Fiskaljahr den Sprung zurück in die Gewinnzone zu schaffen. Doch weit gefehlt. Statt des anvisierten Plus hat sich der Verlust nur weiter vergrößert: Das Ebit rutschte von minus 5,3 Millionen im vergangenen Jahr auf minus 6,5 Millionen Mark. Waren es letztes Jahr vor allem die mit dem Börsengang verbundenen Kosten, die zu den roten Zahlen führten, so wuchsen dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2000/01 seine Investitionen über den Kopf. Statt wie vorgenommen drei Millionen Mark investierten die Unterhachinger schließlich 7,1 Millionen Mark. Dennoch zeigt sich Alt zuversichtlich. Die Ausgaben beispielsweise für Übernahmen, die neue Organisationsstruktur - inklusive Beratung - sowie den Personal- oder Marketing-Bereich seien notwendig gewesen und würden sich in diesem, spätestens im nächsten Jahr auszahlen. "Wenn ich könnte, ich würde nichts anders machen", sagte Alt. Dass dies kein reiner Zweckoptimismus ist, belegt zum einen der Umsatz, der im vergangenen Geschäftsjahr um annähernd 200 Prozent von 7,5 auf über 22 Millionen Mark anstieg. Zum anderen konnte auch die Liste der Großkunden um einige namhafte Klienten erweitert werden. Zu den derzeitigen Kunden gehören unter anderem Konzerne wie die Allianz, die Deutsche Post, Microsoft, RTL, Dr. Oetker oder die Hypo-Vereinsbank. Dennoch erzielt DA allein mit vier Großkunden über 60 Prozent ihres Umsatzes. Dieses Verhältnis will man jedoch mittelfristig auf wenigstens 50 Prozent herunterfahren.

Erklärtes Ziel ist es, im laufenden Jahr den Umsatz um 50 Prozent zu steigern sowie die Kosten so weit in den Griff zu bekommen, dass spätestens Anfang 2002 schwarze Zahlen unter der Bilanz stehen. Mit Abschlüssen im Wert von über sechs Millionen Mark seien die Auftragsbücher derzeit gut gefüllt. Hinzu kommt, dass DA im Gegensatz zu einer Reihe von Mitbewerbern mit einer Reserve von über 21 Millionen Mark keine Liquiditätssorgen hat.