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23.04.1999 - 

Verzeichnisdienste im Netz/Kommentar

Ungewisse Zukunft

Waren Verzeichnisdienste anfangs nur etwas für eingefleischte Netzwerker, so mauserten sie sich mittlerweile zur Wunderdroge der modernen IT. Die ihnen nachgesagten Eigenschaften klingen phänomenal: Vereinfachung der Administration, höhere Sicherheit, bessere Überschaubarkeit, Harmonisierung heterogener Welten.

Angesichts dieser Pluspunkte erstaunt es, daß nicht alle Unternehmen Verzeichnisdienste nutzen. Auf den zweiten Blick erklärt sich das jedoch von selbst: Bislang existiert in Form von X.500 ein Verzeichnisdienst, der obige Vorteile plattformübergreifend offeriert. Allerdings wird diesem nachgesagt, daß er zu komplex sei und zu viele Ressourcen benötige. In Form von LDAP entsteht zwar zur Zeit eine schlankere Version, die Elemente des X.500-Konzepts aufgreift, doch wesentliche Bestandteile fehlen noch.

Für den Anwender hat dies die Konsequenz, daß seine Wahlmöglichkeiten in Sachen Directory sehr eingeschränkt sind. Weil die Zukunft von Banyan nach wie vor ungewiß ist, bleibt ihm gegenwärtig eigentlich nur Novell als Anbieter. Die wiedererstarkte Company spielt mit den Novell Directory Services geschickt ihre Verzeichniskarte aus. Noch ist der Dienst allerdings nicht zum Industriestandard avanciert.

Ob dies jemals gelingt, ist zudem fraglich. Geschickt lauert nämlich die Gates-Company im Hintergrund und versucht, durch die Hintertür mit Windows 2000 ihre Spielart eines Verzeichnisdienstes einzuführen. Obwohl Analysten und Betatester dem Active Directory die Reife absprechen, sieht die Sache für Microsoft leider gut aus. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Anwender mit Windows 2000 quasi gezwungen sein werden, das Directory zu verwenden, da der Hersteller sie wohl eng mit seinen Applikationen verweben dürfte. Ein Schreckensszenario, das endgültig das Aus für ein plattformübergreifendes globales Verzeichnis bedeuten könnte.