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22.02.1980 - 

Ein 10-Jahres-Programm:

Uni-Bibliothek richtet sich für EDV ein

BASEL (sg) - Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll - laut Regierungsantrag - der Betrieb der Basler Universitätsbibliothek sukzessive, in jedem Fall aber beginnend mit der Katalogisierung, auf EDV umgestellt werden. Der hierfür zu bewilligende, einmalige Personal- und Sachkredit wurde mit 3,1 Millionen Franken veranschlagt.

Der Regierungsantrag basiert allein auf dem an der Universität Lausanne entwickelten System "Sibil". In Anbetracht der Tatsache, daß die Probleme der bislang nur mit großem Personalaufwand funktionierenden Betriebsabläufe in allen Schweizer Hochschulen, speziell in ihren Bibliotheken, sich relativ gleich komplex darstellen, hätte allerdings eine gesamtschweizerische Kooperation nahe gelegen.

Dieses "Systeme intégré pour les bibliothèques universitaires de Lausanne", Sibil, sei gerade im zentralen Bereich der Katalogisierung besonders sorgfältig ausgearbeitet, so besagt es eine Erklärung der mit der Evaluation beauftragten ZED, der Basler Zentralstelle für elektronische Datenverarbeitung. Dennoch, so stellt das ZED weiter fest, entspricht Sibil noch keineswegs in allen Teilen dem Basler Idealbild. Man ist jedoch sicher, diesem Umstand in enger Zusammenarbeit mit Lausanne durch Weiterentwicklung, die in erster Linie auch die Bedürfnisse der Benützer berücksichtigen soll, abhelfen zu können.

Nach den Vorstellungen des Regierungsrates soll vom kommenden Jahr an mit der Katalogisierung aller Neuzugänge begonnen werden. Im weiteren sollen dann alle seit 1940 erschienenen Werke in der Datenbank erfaßt werden. Auf die Aufnahme noch älterer Werke will man überhaupt verzichten. Man gibt allerdings schon jetzt zu bedenken, daß aufgrund des Fehlens qualifizierten Personals mit Schwierigkeiten bei der im Grunde genommen als Re-Katalogisierung zu bezeichnenden Arbeit zu rechnen sein wird.

Indes ist bekannt, daß bei der zu erwartenden Zunahme an wissenschaftlichen Publikationen sich mit herkömmlichen Methoden noch ganz andere personelle Probleme ergeben würden. Ganz zu schweigen von der Tatsache, daß wenn die Uni-Bibliothek a jour bleiben will, sie ohne EDV nicht mehr auskommen kann.