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03.08.1990 - 

Kooperationsprojekt Pacs mit der IBM

Uni Erlangen verbessert High-Speed-Kommunikation

ERLANGEN (CW) - Im Rahmen des Kooperationsprojektes "Pacs" (Performance Assurance for High-Speed Communication Systems) wollen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die IBM Deutschland das Leistungsniveau von Kommunikationssystemen für Hochgeschwindigkeits-Netze anheben.

Das von Wolfgang Glatthaar, dem Direktor des Bereichs Wissenschaft und Technologie der IBM Deutschland, und dem Kanzler der süddeutschen Hochschule, Thomas A. H. Schöck, unterzeichnete Abkommen zielt auf die Entwicklung und Anwendung einer integrierten Methode für die Messung und Modellierung des Verhaltens von Kommunikationskomponenten in High-Speed-Netzen. Dabei sollen die beiden genannten Verfahren in sinnvoller Weise aufeinander abgestimmt werden, um die Leistung eines Systems in einem Iterationsprozeß, wo Meß- und Modellierschritte miteinander abwechseln, zielgerichtet anzuheben.

Bisher wurde häufig nur eine der beiden Techniken angewendet, was entweder einen hohen Experimentieraufwand mit sich brachte oder Ungenauigkeit und Unsicherheit der Aussagen, wenn sich die Modelle nicht mit realistischen Meßdaten versorgen lassen.

Projektplaner sind der Lehrstuhl für Informatik des Instituts für Mathematische Maschinen und Datenverarbeitung sowie das Europäische Zentrum für Netzwerk-Forschung (ENC) von Big Blue in Heidelberg.

Im Zuge des Pacs-Vorhabens, das eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren hat, erproben die Vertragspartner Erlanger Methoden an Prototypen des ENCs. An der Friedrich-Alexander-Universität konnte speziell für Messungen an Systemen, die aus mehreren Rechnern bestehen, ein großes Know-how erworben werden, das seinen Niederschlag bereits in der Entwicklung von aufeinander abgestimmten Hard- und Softwarewerkzeugen fand.

Das jetzt gestartete Projekt, das später auch die Wissenbasis für Expertensysteme zur Entwicklung einschlägiger Tools liefern soll, ist insbesondere vor dem Hintergrund der Zeitverzugs in Lichtwellenleiter-Netzen zu sehen.

So können Kommunikationssysteme, die in vernetzten Rechnern die ein- und ausgehenden Datenströme bearbeiten, derzeit in ihrer Verarbeitungsgeschwindigkeit nur über kurze Zeitspannen mit der Schnelligkeit von Glasfasernetzen Schritt halten. Oft ist ihre Leistungsfähigkeit um den Faktor zehn geringer als die der Lichtwellenleiter, die heute mit Übertragungsraten von nominal l00 Mbit pro Sekunde und mehr arbeiten.