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17.04.1987 - 

Mozart-Stadt will Technologie-Defizit aufholen:

Uni Salzburg fordert Computer-Fakultät

SALZBURG (apa) - Die Universität Salzburg strebt die Einführung einer neuen Technischen Fakultät für Computerwissenschaften an. Sie soll unter anderem mit der Industrie zusammenarbeiten.

Ausgehend von der jetzt schon bestellenden Überlastung des erst unlängst eingerichteten EDV-Zentrums an der Salzburger Uni, hält Universitätsprofessor Peter Zinterhofer die Gründung der neuen Fakultät für unerläßlich. Zinterhofers Forderungen werden unterstützt von ÖVP-Mitglied Sigune Neureiter. Die Politikerin betonte, daß gerade im Bereich der angewandten Computerwissenschaften der größte Bedarf an qualifizierten und akademisch ausgebildeten Absolventen herrsche. In Österreich seien nie entsprechenden Forschungs- und Ausbildungsstätten im Osten und Süden konzentriert, Salzburg müsse jedoch die Chancen auf diesem Gebiet nutzen. Außerdem gebe es in der Mozart-Stadt einschlägige Betriebsansiedlungen (Siemens, Sony).

Bei der Konzeption der anzustrebenden neuen Fakultät sollte nach Ansicht von Zinterhofer und Neureiter von einem Modell der Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft ausgegangen werden, ohne daß die Hochschule ihre Autonomie verliert. Kooperationen über sogenannte Außeninstitute wären möglich, konkrete Angebote lägen bereits vor. Vorbild könnte dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Siemens und dem bestehenden Institut für Software-Technik sein.

Für Salzburg, so Zinterhofer und Neureiter weiter, böte die Computer-Fakultät die Möglichkeit, das im Bereich von Wissenschaft und Forschung gegebene Technologie-Defizit zu überbrücken und auch die günstige Lage zum High-Tech-Zentrum München zu nutzen.

Beschlossene Sache ist jetzt hingegen schon die Gründung eines Technologiezentrums in Salzburg. Das geplante Gebäude mit einem Kostenpunkt von rund acht Millionen Schilling und einer Fläche von 1500 Quadratmetern in Salzburg-Itzing soll für 50 Jahre kostenlos im Baurechtsweg zur Verfügung stehen. Das Land gewährt einen Zuschuß von 7,5 Millionen Schilling, die Handelskammer ein zinsloses Darlehen von 8 Millionen Schilling. Bauträger ist die Salzburger Betriebsansiedlungsgesellschaft. Ziel des Technologiezentrums soll sein, jungen technologieorientierten Unternehmern eine Möglichkeit zu bieten, selbständig zu werden.