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11.09.1992 - 

Zusammenarbeit mit ICL bei Online-Transaktionen

Unify hat sein 4GL-Werkzeug Accell/SQL auf Windows portiert

MÜNCHEN (CW) - Das ursprünglich für Unix-Server ausgelegte Anwendungsentwicklungs-Werkzeug Accell/SQL von Unify ist voraussichtlich ab Februar des kommenden Jahres auch für PCs unter MS-Windows verfügbar. Außerdem entwickelt der in Sacramento, Kalifornien, ansässige Anbieter gemeinsam mit ICL ein Tool für die Erstellung von OLTP-Applikationen.

Wie Unify-Gründer und -Präsident Nico Nierenberg anläßlich einer Pressekonferenz in München ausführte, dient die Windows-Version von Accell/SQL vor allem dazu, mit einer Unix-Variante des 4GL-Werkzeugs erstellte Anwendungen "unverändert" unter MS-Windows ablaufen zu lassen. Als Entwicklungsplattform ist das 16-Bit-Betriebssystem hingegen nicht vorgesehen.

Eine Anbindung an die gängigen PC-Datenbanksysteme steht bislang noch nicht auf dem Zeitplan. Statt dessen greift das Windows-Accell auf dieselben DBMS-Produkte zu wie die Server-Version: neben dem Unify-eigenen Unify 2000 auf die Datenbanksysteme von Oracle, Sybase, Ingres und Informix. Dabei nutzt es die von den vier DBMS-Anbietern zur Verfügung gestellten Netzwege. Außerdem prüfen die Unify-Entwickler derzeit, ob sich die "Open Database Connection" (ODBC) von Microsoft dafür eignet, den Zugriff auf PC-basierte Datenbanken zu ermöglichen.

Mit Accell/TP stellte das Unify-Management gleichzeitig ein weiteres Mitglied seiner Tool-Familie vor. Es handle sich dabei um eine Erweiterung von Accell/SQL, die vor allem für die Generierung von Anwendungen für die Online-Transaktionsverarbeitung konzipiert sei. Entwickelt wurde das Softwarewerkzeug für den Einsatz mit dem Transaktionsmonitor Tuxedo aus den Unix System Laboratories (USL); laut Anbieter kann es aber auch mit anderen Produkten arbeiten. Der gemeinschaftliche Einsatz von Accell/SQL und Accell/TP ermöglicht, so Unify, ein Zweiphasen-Commit nach X/Open-Vorgaben.

Das für Anfang des zweiten Quartals 1993 erwartete OLTP-Tool ist das erste Ergebnis eines kürzlich geschlossenen Distributions- und Entwicklungsabkommens zwischen Unify und der ICL Plc.

Danach pflegt Unify die Portierung seiner Produkte auf die Midrange-Systeme des britischen Hardware-Anbieters, der im Gegenzug alle Unify-Produkte vermarktet, sofern sie unter DRS/NX, Unix System V 4, SCO Unix und MS-DOS laufen.

Ähnliche Abkommen unterhält Unify mit Hewlett-Packard, Sun Microsystems und Pyramid. Für den deutschen Direktvertrieb zeichnet nach wie vor die Unify GmbH, Baldham bei München, verantwortlich.