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07.08.1998 - 

Der durchgängigen Lösung ein Stück näher

Unigraphics stellt CAx-Produkte auf gemeinsamen Geometriekern

Der Engineering-Spezialist liegt im Zeitplan. Gegen Ende letzten Jahres hatte die Kölner Unigraphics GmbH die Übernahme des Intergraph-Produkts Solid Edge bekanntgegeben und gleichzeitig angekündigt, daß der dar- in verwendete Geometriekern "Acis" gegen den hauseigenen Kernel "Parasolid" ausgetauscht werden soll. Mit Version 5.0 wollte man die Umstellung bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen haben - die englische Version von Solid Edge 5.0 wird bereits seit einiger Zeit ausgeliefert.

Damit basieren die Konstruktionspakete Solid Edge und Unigraphics auf dem gleichen 3D-Geometriemodell, so daß Herstellerangaben zufolge durchgängige CAx-Lösungen für unterschiedliche Aufgaben und Betriebsgrößen möglich sind. Während die für Windows entwickelte Solid-Edge-Software als Midrange-Anwendung positioniert wird und die Stellung des Anbieters in der Microsoft-Welt stärken soll, bleibt das in Unix-Umgebungen eingesetzte Paket Unigraphics dem High-end-Einsatz vorbehalten.

Zusätzlich zum Kernel-Austausch hat der Hersteller Solid Edge 5.0 mit einer Reihe neuer Modellierfunktionen ausgestattet. Das 2D/3D-System enthält ein integriertes Baugruppenmodul und verfügt über Konstruktions-Features für Blechteile.

Eine neue Version gibt es ab Jahresmitte auch von Unigraphics. Release 14 kommt mit einem Modul, das die Definition von Toleranzeigenschaften für ein Bauteil erlaubt. Außerdem gibt es einen "Wave-Geometry-Linker", um assoziative Geometrie-Elemente über die Grenzen einer Baugruppe hinweg zu kopieren. Auf diese Weise werden Änderungen am Ursprungselement automatisch auch in den davon betroffenen Bauteilen übernommen.

Im Fertigungsmodul (CAM-Teil) des Systems wurde das Formelement "Surface Region" eingeführt, über das man Geometriebereiche für die NC-Bearbeitung gruppieren kann. Laut Hersteller sollen sich NC-Programme somit deutlich schneller ausgeben lassen. Weitere Module gibt es für die Verkabelungen sowie für die Verlegung von Kabelkanälen, Rohrleitungen oder Stahlprofilen.

Für das Produktdaten-Management hat Unigraphics Iman 4.0 angekündigt. Das Upgrade erweitert die Verwaltung von Konstruktions- und Produktdaten auf das Internet. Über das Modul "Distributed Iman" können Anwender innerhalb eines Unternehmensnetzes entscheiden, welche Produktdaten sie mit Kollegen teilen wollen. Drehscheibe ist eine sogenannte ODS-Datenbank (ODS = Overhead Data Stream): Sie sucht und verwaltet die von den Benutzern, Niederlassungen oder Fabriken freigegebenen Daten.

Sicherheitsaspekte werden laut Unigraphics von Replikations- und Synchronisations-Tools abgedeckt. Der neue "Access Manager" von Iman verknüpft die Zugriffsrechte nicht mehr wie bisher an die "Objektbesitzer", sondern verlagert sie in den Verantwortungsbereich der Systemadministration. Schließlich erlaubt eine "Web"-Option, daß sich bestimmte Produktdaten etwa vom Bereich Marketing auch an Außenstehende zur Ansicht freigeben lassen.