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15.08.2003 - 

In drei Jahren soll das Open-Source-Betriebssystem auch geschäftskritische Anwendungen unterstützen

Unilever tauscht Unix auf seinen Servern komplett gegen Linux

MÜNCHEN (CW) - Spätestens ab 2007 will der Konsumgüterproduzent Unilever Plc. auf seinen Servern nur noch Linux einsetzen. Derzeit entwirft der Nahrungs-, Reinigungs- und Pflegemittelhersteller eine Roadmap für die konzernweite Nutzung des Open-Source-Systems.

Eigentlich ist Martin Armitage, Senior Vice President und Head of Global Infrastructure Organization bei Unilever in London, ein alter Unix-Hase. Seit Anfang der 90er Jahre betreibt er auf breiter Front Unix-Systeme. Doch zunehmend macht ihm die Fragmentierung des Betriebssystems - und der daraus resultierende Unterstützungsaufwand - zu schaffen. Deshalb sucht er nach einer wirklich standardisierten und hochskalierbaren Softwareplattform für die Server-Systeme des Konzerns. Seine Hoffnungen setzt er dabei auf das Open-Source-Betriebssystem Linux.

Wie ernst es ihm ist, bewies Armitage, indem er ein Testimonial für Hewlett-Packard Co. (HP) aufnahm: "2006 oder 2007 werden wir aufhören, Unix-Systeme zu kaufen und uns ganz auf den Linux-Bereich konzentrieren", verrät er auf dem Videoband, das Peter Blackmore, Executive Vice President der HP-eigenen Enterpise Systems Group, mit zur "Linuxworld" nach San Francisco brachte. Neben IBM ist HP einer der Anbieter, mit denen Unilever seine Roadmap diskutiert.

Mit Unterstützung der Anbieterseite will das in London und Amsterdam ansässige Unternehmen in zwei bis drei Jahren über mit Linux betriebene Hochleistungssysteme verfügen. Darunter versteht Armitage konkret Plattformen, die auch SAP-Applikationen mit 30000 Anwendern im Sieben-mal-24-Stunden Betrieb handhaben können. Auf diese Weise würde sich das Open-Source-Betriebssystem aus dem Ghetto der "weniger geschäftskritischen" Funktionen befreien. Bislang wird es ja bevorzugt für Aufgaben wie Web-Hosting oder Filesharing genutzt. (qua)