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19.10.1990 - 

Standards als Basis für universelle Rechnervernetzung

Unisys drängt jetzt mit IIE in die Welt der offenen Systeme

SULZBACH (CW) - Mit der neuen Systemarchitektur "lntegrated Information Exchange Architecture" (IIE) die Produkte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten läßt, sucht Unisys einen Kompromiß zwischen offenen und proprietären Systemen. Ziel der Strategie ist es, so Unisys-Chef James Unruh, die Investitionen der bisherigen Unisys-Anwender zu schützen und ihnen auch in den 90er Jahren Wachstumsperspektiven zu bieten.

Der Mainframe-Hersteller betont, daß man keineswegs die eigenen proprietären Systeme und CTOS-Rechner aufgeben wolle. Statt dessen solle es ermöglicht werden, sowohl alle verschiedenartigen Unisys-Systeme miteinander zu verbinden als auch Systeme anderer Hersteller in Unisys-Rechnernetze einzubinden.

Die IIE soll durch eine Kombination diverser Standards für offene Systeme und De-facto-Industriestandards, in erster Linie Network-Interfaces, bewerkstelligt werden. Weitere Schlüsselelemlente sind von Unisys entwickelte Software-Tools wie die"Application-Programming-Interfaces" der dritten Generation und die "Computer-Aided-Software-Engineering-Offerings" der vierten Generation.

Chief Executive Officer James Unruh erklärte anläßlich der Ankündigung der neuen Strategie, daß man sich auch deutlich von ähnlichen Modellen der Wettbewerber abgrenzen wolle.Die Bausteine des Unisys-Konzepts

So würde Unisys im Gegensatz zu IBMs SAA-Konzept ein Vordringen von Standards in die Welt proprietärer Systeme anstreben.

Als Beispiel nannte er die Möglichkeit der Einbindung von Unix-Systemen in das Unisys-Konzept, was bei SAA nicht ohne weiteres möglich sei (vergleiche auch CW Nr. 41, Seite 1 "Gefährdete Unisys Kredite..." und Kolumne Seite 9 "Kundenschutz bis zur Selbstaufgabe").

Zu den ersten vorgestellten Bausteinen des Unisys-Konzeptes zählen neue Betriebssystem-Versionen für die Mainframes der Serien A und 2200. Beide enthalten Elemente des OSI-Standards. Im Laufe des nächsten Jahres will das Unternehmen seine zur Zeit noch aus drei Produkten bestehende Programmierumgebung in einem Produkt zusammenfassen. Die Verbindungen zwischen den Rechnern sollen in Zukunft über Fiber-Distributed-Data-Interfaces (FDDI), T-3/Synchronous Optical Networks und Breitband-Digital-Networks laufen. Sie sollen auch die Übertragung von Sprache, Bildern und Multimedia-Daten erlauben.

In Sachen Anwender-Interface hat Unisys sich zunächst für den Presentation Manager als Basis entschlossen. Die erweiterte Unisys-Version soll aber auch Treiber für Motif, MS-Windows, X-Windows und andere grafische Terminalstandards enthalten.