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14.03.1997 - 

Geschäftsführer Leonhardi nimmt seinen Hut

Unisys: Führungsquartett soll den Verlust weiter reduzieren

Seit dem dritten Quartal 1996 bewegt sich die Unisys GmbH, Sulzbach, wieder in der Gewinnzone. Dennoch werde das Unternehmen einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge für das gesamte vergangene Jahr einen Verlust von knapp 40 Millionen Mark ausweisen müssen - 44,4 Millionen Mark weniger als im Vorjahr, als das Unternehmen rund 84,4 Millionen Mark Fehlbetrag bilanzierte. Der Unisys-Umsatz in Deutschland pendelte sich nach Angaben des Geschäftsführers Erwin Leonhardi mit 277 Millionen Mark 1996 praktisch auf dem Stand des Vorjahres (274 Millionen Mark) ein.

Neue Geschäftsbereiche gegen sinkende Margen

Die Muttergesellschaft Unisys Corp. wiederum konnte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von rund 49,7 Millionen Dollar ausweisen, verglichen mit einem Verlust von 624,6 Millionen Dollar 1995, obwohl der Umsatz mit 6,37 Milliarden Dollar praktisch stagnierte.

Vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses steht nach der weltweiten Reorganisation des Unternehmens in die drei eigenständigen Geschäftsbereiche Computer Systems Group (CSG), Information Services Group (ISG) und Global Customer Services (GCS) nun auch eine Umstrukturierung der deutschen Geschäftsleitung ins Haus. Während Leonhardi, der für das vergangene Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis anvisiert hatte, das Unternehmen verlassen wird, soll künftig ein Gremium aus vier Topmanagern die Geschicke der Sulzbacher leiten. Die neue Führungsstruktur setzt sich laut Unisys aus je einem Geschäftsführer der drei Geschäftsbereiche CSG, ISG und GCS sowie einem kaufmännischen Geschäftsführer zusammen. So wurde Edmund Nickel, bis Mitte letzten Jahres als Marketing-Leiter bei Olivetti beschäftigt, zum Geschäftsführer CSG bestellt. Ian Moss wird dem Bereich ISG vorstehen, während Helmut Hoitz als kaufmännischer Geschäftsführer agieren soll. Richard Schlauri vervollständigt das Management-Quartett als GCS-Geschäftsführer ab Anfang April 1997.

Große Hoffnung setzt Unisys vor allem in den Geschäftsbereich GCS, der sich auf das Business mit Dienstleistungen spezialisiert hat. Dieses Segment bietet Leonhardi zufolge auch in Deutschland gute Wachstumsmöglichkeiten. Der Bereich Informationssysteme und kundenspezifische Systeme hingegen werde von ständig sinkenden Margen geprägt. Auch in der Systemintegration kämpfe der Konzern mit knappen Handelsspannen, die mit Einnahmen aus Wartung und Support nicht ausgeglichen werden könnten.