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26.10.2001 - 

Entlassungen nach Einbruch im dritten Quartal

Unisys-Gewinn hat sich halbiert

MÜNCHEN (CW) - Nach einem sehr schlechten dritten Quartal des Geschäftsjahres 2001 will Unisys 3000 Mitarbeiter entlassen.

Im dritten Quartal sind die Umsätze von Unisys stärker als erwartet eingebrochen. Analysten waren von Einnahmen in Höhe von 1,43 Milliarden Dollar ausgegangen, am 30. September bilanzierte die Firma nur 1,38 Milliarden Dollar Einkünfte. Das ist ein Rückgang von rund 18 Prozent gegenüber 1,69 Milliarden Umsatz im Vergleichsquartal des Vorjahres. Besonders stark sind dabei mit einem Minus von 21 Prozent die Hardwareverkäufe geschrumpft; anscheinend halten sich die Kunden vor Erscheinen der angekündigten "Clearpath"-Systeme zurück.

Dramatischer ist der Einbruch der Gewinne. Hatte Unisys im dritten Quartal des Jahres 2000 noch einen Überschuss von 42,9 Millionen Dollar erzielt, so blieben jetzt nur 20,9 Millionen Dollar übrig. In diesem Punkt hatten Analysten ein noch schlechteres Ergebnis erwartet. Aber das Unisys-Management hat in den letzten drei Monaten heftig auf die Kostenbremse getreten und in den Bereichen Verkauf sowie zentrale Verwaltung die Kosten um 18 Prozent auf 262,7 Millionen Dollar gesenkt.

Jetzt hat Lawrence Weinbach, Aufsichtsratsvorsitzender und Chief Executive Officer des IT-Anbieters aus Blue Bell, Pennsylvania, noch härtere Maßnahmen angekündigt. 3000 der 37000 Mitarbeiter werden durch Entlassungen oder Frühpensionierungen ihren Job verlieren. Erst im letzten Jahr hatte Unisys 2000 Angestellte gefeuert. Für die neuerlichen Entlassungen will das Unternehmen 200000 Dollar Rückstellungen bilden.

Trübe Aussichten auch für das vierte QuartalWegen dieser Belastung und insgesamt schlechter Aussichten warnt der Firmenchef, auch das vierte Quartal werde schlechter ausfallen als erwartet. Die Gewinne könnten sich auf nur die Hälfte der einstigen Annahmen belaufen. Seit den Anschlägen von New York und Washington habe Unisys zahlreiche Auftragsstornierungen oder -verschiebungen hinnehmen müssen.