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25.03.1988 - 

Neue Maschinen sollen Sperry-Kunden bei der Stange halten:

Unisys jetzt mit Mehrprozessorsystem

MÜNCHEN (CW) - Ihr Angebot im mittleren Leistungsbereich erweitert die Unisys GmbH mit der Systemfamilie 2200/400. Mit der Serie, die Konfigurationen mit einer bis sechs CPUs umfaßt, nimmt das Unternehmen eine Runderneuerung der noch von Sperry in das Gemeinschaftsunternehmen eingebrachten Mainframe-Baureihe 1100 vor.

Die neue Familie basiert auf einer hochintegrierten CMOS-Implementation der Architektur 2200/200. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit sind alle Zentraleinheiten auf der Platine doppelt vorhanden. Die Maschinen laufen unter Unisys' eigenem echtzeitfähigen Betriebssystem OS/1100 - laut Unternehmensphilosophie ein "Eckpfeiler" der Unisys-Technologie.

Die Baureihe ist für den Markt der kleineren Mainframes und High-End-Abteilungsrechner mit allgemeinen Anwendungen konzipiert. Dazu zählt der Hersteller auch Transaktionsverarbeitung, technisch-wissenschaftliche und kaufmännische Datenbanken.

Das Monoprozessor-Basismodell 2200/401 leistet mit rund 1,5 Mips etwa zweieinhalbmal soviel wie die Version 1100/71 H2, die es ersetzt. Damit liegt es auf der Leistungsskala zwischen den Modellen 202 und 203 der Rechnerserie 2200, die im übrigen weiter produziert wird. Die Spitzenmaschine 2200/406 soll mit ihren sechs Prozessoren etwa den fünffachen Durchsatz der Basisversion erbringen.

Alle Rechner der neuen Serie sind mit dem Instruktionssatz der 1100/ 90 ausgestattet; daraus resultiert eine Kompatibilität mit dieser Maschine auf Binärcode-Ebene. Der Arbeitsspeicher faßt 16 Megabyte und läßt sich bis auf 64 Megabyte ausbauen. Jeder Prozessor verfügt darüber hinaus über einen Cache mit einer Kapazität von 64 Kiloworten. Gegenüber den schon auf dem Markt befindlichen Rechnern der Reihe 2200/200 wurde das E/A-System völlig neu konzipiert. Mit bis zu zehn Ein-/Ausgabe-Prozessoren, von denen jeder vier Blockmultiplexkanäle mit Übertragungsraten von 3 MB je Sekunde managen kann, bearbeitet das Subsystem bis zu 600 E/A-Operationen in der Sekunde.

Die Neulinge ersetzen die Mainframes der Typen 1100/60, 1100/70 und 1100/80. Dem einzigen verbleibenden 1100-Modell /90 ist jedoch auch keine lange Lebensdauer mehr beschieden: Anfang 1989 soll das Projekt "Super 90" hier für eine Neubelebung sorgen. Über die Preise für Deutschland war bis Redaktionsschluß noch nichts zu erfahren. Fachleute erwarten jedoch eine "aggressive" Preisgestaltung. Mit den ersten Auslieferungen wird Ende des Jahres zu rechnen sein.