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01.05.1992 - 

Quartalsergebnisse sind durchwachsen

Unisys macht Gewinn - rote Zahlen für Mips

MÜNCHEN (CW) - Licht und Schatten wechseln bei den Quartalsergebnissen amerikanischer Hardwarehersteller: So konnte beispielsweise die Unisys Corp. ihr zweites Quartal in Folge mit einem Gewinn abschließen, der Amdahl Corp. gelang es, nach dem verlustträchtigen vorangegangenen Abschnitt wieder in die Ertragszone zurückzukehren. Die künftige Silicon-Graphics-Division Mips rutschte allerdings in die roten Zahlen.

Lang dauerte die finanzielle Durststrecke des einstigen IBM-Erzrivalen Unisys an. Nun aber scheint sich der Hardwareproduzent aus Blue Bell langsam auf dem Wege der Erholung zu befinden. Nachdem das Unternehmen nach sieben Verlustquartalen in Folge im vierten Abschnitt 1991 mit einem Nettoertrag von 80,5 Millionen Dollar erstmals wieder schwarze Zahlen hatte schreiben können, verzeichnete man in der ersten Periode 1992 erneut einen Gewinn. Dieser lag mit 48,3 Millionen Dollar zwar deutlich unter dem Level des Abschlußquartals 1991, bedeutet aber, gemessen an dem Verlust von 98,2 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, dennoch einer, deutlichen Fortschritt. Der Umsatz reduzierte sich geringfügig um 2,4 Prozent von 2,06 Milliarden Dollar im ersten Quartal 1991 auf jetzt 2,01 Milliarden Dollar. Auch beim Schuldenabbau scheint Unisys voranzukommen. Wie verlautete, reduzierten sich die Verbindlichkeiten im Berichtsquartal um 100 Millionen Dollar auf nunmehr 2,4 Milliarden Dollar.

Die Amdahl Corp. hat sich nach einem kurzen Ausflug in den "Rotlichtbereich" - im vierten Abschnitt 1991 war ein Fehlbetrag von 12,8 Millionen Dollar angefallen - im ersten Viertel des laufenden Geschäftsjahres wieder in der Gewinnzone zurückgemeldet. Der kalifornische PCM-Anbieter verdiente 4,4 Millionen Dollar, was gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, in dem sich der Nettoprofit auf 11,4 Millionen Dollar belaufen hatte, allerdings einen Rückgang von 61,4 Prozent bedeutet. Dafür konnte Amdahl bei den Einnahmen um 12,5 Prozent zulegen. Nach 442,7 Millionen Dollar im ersten Quartal 1991 kam die in Sunnyvale beheimatete Gesellschaft nun auf 497,9 Millionen Dollar. Den Umsatzzuwachs führt John C. Lewis, Amdahls Chairman und CEO, auf gestiegene Auslieferungen der neuen 5995M-Mainframes und 6390-Laufwerke zurück.

Wenig Grund zur Freude hatte RISC-Prozessor-Spezialist Mips Computer in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Die zukünftige Technik-Division von Silicon Graphics rutschte nämlich in die roten Zahlen. Konkret belief Sich der Nettoverlust im Berichtsquartal auf 12,7 Millionen Dollar. Zwar hatten sich die Kalifornier im ersten Abschnitt des Vorjahres mit 624000 Dollar auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, im Abschlußquartal 1991 aber immerhin einen Nettoprofit von 2,6 Millionen Dollar einstreichen können.

Beim Umsatz mußte Mips ebenfalls beträchtliche Abstriche machen. Das wie Amdahl in Sunnyvale ansässige Unternehmen kam im Berichtsquartal auf 23,7 Millionen Dollar, nachdem sich der Umsatz im vergleichbaren Vorjahresabschnitt bei knapp 44 Millionen Dollar, im Schlußviertel 1991 bei 47,2 Millionen Dollar bewegt hatte. Mips-CEO David G. Ludvigson macht für die Talfahrt nicht zuletzt die geplante Übernahme durch Silicon Graphics verantwortlich, die am 12. März 1992 angekündigt wurde und bis Ende Juni abgeschlossen sein soll. Ludvigson erklärte, die durch die Bekanntgabe des Deals entstandenen Irritationen in Kundenkreisen hätten sich nicht nur auf die Auftragssituation ausgewirkt, sondern auch auf die Lizenzaktivitäten. "Wir haben aber mit vielen unserer größten Kunden den Zusammenschluß mit Silicon Graphics diskutiert und glauben nun, im zweiten Quartal wieder bessere Umsatzzahlen aufweisen zu können", gibt sich der Mips-Manager zuversichtlich.

Der künftige Mips-Eigentümer schaffte dagegen ein vergleichsweise gutes Ergebnis in seinem dritten Quartal. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresabschnitt steigerte Silicon Graphics die Einnahmen um 39 Prozent von 133 auf 184 Millionen Dollar. Der Nettoertrag vervierfachte sich von drei auf zwölf Millionen Dollar.