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10.01.1992 - 

OEM-Vertrag mit Sequent erneuert

Unisys tritt mit Intel-Standard in die Fußstapfen von AT&T/NCR

BLUE BELL (CW) - Unisys nimmt sich offenbar ein Beispiel an Charles E. Exley: Der NCR-Chef hatte im Frühherbst 1990 im Handstreich die gesamte Hardware-Palette auf einen einzigen Prozessor umgestellt. In der Familie der 3000-Rechner läuft vom Notebook bis zum massiv-parallelen System nichts mehr ohne Intel-CPUs. Unisys hofft nun, mit der gleichen Strategie Erfolge einheimsen zu können.

Duplizität der Ereignisse und Enttäuschung vor allem bei Motorola: Der Prozessorhersteller hatte sich Hoffnung gemacht, daß sich der Sperry-Burroughs-Rechtsnachfolger für die 88000-RISC-Architektur entscheiden würde - dies vor allem auch, weil Unisys für den japanischen Markt ein auf dem Motorola-RISC-Chip 88000 basierendes System in der Angebotspalette hat.

Auch bei NCRs Hardwarewende hatte Motorola seinerzeit das Nachsehen: Seit 1983 hatten die Exley-Entwickler sich auf die Rechenleistung der 680X0-CPUs verlassen, im Jahr 1990 kam das Aus für die CISC-CPU.

Heute schenkt von den großen PC- und Workstation-Herstellern eigentlich - bis auf die RISC-Adepten der 88-Open-Mitglieder wie Harris (Night-Hawk-Rechner), Data General (AviionSysteme), Encore (Encore-91-Series), Unisys (S/8400-Modelle) und Motorola selbst mit ihren Delta-Series-8000-Systemen - lediglich noch Apple den Motorola-CISC-Prozessoren das Vertrauen.

Außerdem hauchten die Mannen aus Blue Bell dem OEM-Vertrag mit der Sequent Computer Systems Corp. neues Leben ein: Der Hersteller der "Symmetry"-Familie von Multiprozessor-Unix-Systemen mußte schon den Verlust von Siemens als OEM-Partner beklagen. MAI als anderer OEM-Partner sorgte ebenfalls nicht für berauschende Profite.

Mit den Absatzzahlen des Wiederverkäufers Unisys war Casey Powell, CEO von Sequent, so unzufrieden, daß man das OEM-Bündnis nach Worten des ehemaligen deutschen Sequent-Geschäftsführers Claus Wortmann nicht mehr fortsetzen wollte.

Nun haben sich die beiden Vertragspartner geeinigt, das OEM-Verhältnis weiterzuführen: Die Multiprozessor-Modelle von Sequent vermarktet Unisys in Zukunft als ihre Top-end-U-6000-Rechner.