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25.10.1991 - 

Knapp 700 Mitarbeiter sind betroffen

Unisys will seine Produktion in Schottland jetzt aufgeben

LIVINGSTON (CW) - Die Unisys Corp. reduziert im Zuge ihres Rationalisierungsprogrammes ihre Fertigungsaktivitäten in Europa. Der amerikanische Computerhersteller wird seine Produktionsstätte Anfang nächsten Jahres in Schottland schließen. Knapp 700 Beschäftigte müssen sich einen neuen Job suchen.

Das Werk im schottischen Livingston hatte 1980 die ehemalige Burroughs Corp. errichtet. Nach der Fusion mit Sperry zur Unisys entstanden dort elektronische Produkte für den Bankensektor.

Jetzt sollen die Fertigungs- sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der moderneren Fabrik im französischen Villers Ecales und dem amerikanischen Werk in Plymouth/Michigan angegliedert werden. Dies ist seit Juli bereits das dritte Werk, dessen Schließung Unisys ankündigt. Zuvor war schon die Stillegung der US-Fabriken in Clear Lake, Iowa, und in Salt Lake City, Utah, beschlossen worden.

Die geplante Maßnahme von Unisys bedeutet nach einem Bericht der "Financial Times" einen herben Schlag für die schottische Elektronikindustrie. Zum einen sei Unisys der größte Arbeitgeber in Livingston, zum anderen gehe nun verstärkt die Angst um, daß auch andere US-Hersteller aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten ihre in Schottland errichteten Produktionsstätten schließen könnten. Immerhin befinden sich 80 Prozent aller dort angesiedelten Werke ausländischer Unternehmen in US-Besitz. Rund 40 Prozent der in der schottischen Elektronikindustrie beschäftigten 47 000 Arbeitnehmer sind für US-Gesellschaften tätig. Seit August haben bereits Seagate Technology (eine Reparaturstätte für Laufwerke) und Rodime (Verlagerung der Laufwerk-Produktion nach Singapur) ihre schottischen Aktivitäten aufgegeben. Nachgelassen hat zudem das Interesse amerikanischer Computerproduzenten, sich auf diesem Teil der Insel mit Fabriken niederzulassen.