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21.03.1975 - 

Hardware-Umstellung bei Neckermann-Reisen:

Univac kommt - Facit geht

DÜSSELDORF - lBM ist mit zwei 370/168 und angeschlossener Peripherie voll vertreten, Sperry Univac ist gut im Kommen und Facit geht.

Sperry Univac-Vertriebsdirektor - Region Mitte -, Dipl.-lng. Fritz Dieckmann (41), kann nicht klagen: "Wir sind auf der Basis einer Referenz-lnstallation bei Neckermann-Reisen (N-U-R) trotz erdrückender IBM-Übermacht eingestiegen."

Der Univac-Einstieg gelang mit zwei 16-Bit-Datenübertragungsrechnern 3760 (einer aus Sicherheitsgründen als stand-by-unit) und vorerst einhundert Uniscope 100 Bildschirmterminals. Der Facit-Weggang umfaßt 150 Facit 6401 Datensicht-Terminals zur Platz-Buchung, die Zug um Zug in den N-U-R Reisebüros gegen die Uniscope 100 ausgetauscht werden. Um die Facit-Geräte, Neupreis vor drei Jahren jeweils 15 440 Mark, vor der Verschrottung zu bewahren, bietet sie die Düsseldorfer Facit GmbH jetzt als second-hand-Gelegenheiten zum Niedrig-Preis von 3200 Mark, zuzüglich Mehrwertsteuer, Universitäten, Fachhoch- und Fachschulen sowie EDV-Beratungs- und Ausbildungszentren für Schulungszwecke an.

"Unflexible" IBM-Einheiten

Neckermann-EDV-Leiter Michael Teuchert (34) äußert sich zur Hardware-Umstellung recht zurückhaltend: Nicht etwa Schwierigkeiten mit Facit, sondern vielmehr ein anderes Datenfernübertragungs-Konzept sei der Grund für den sukzessiven Austausch: "Zur Zeit haben wir acht Leitungen. Mit den IBM 2701-Steuereinheiten konnten wir nicht erweitern." In diesem Zusammenhang argumentiert Univac-Vertriebsleiter Dieckmann, seiner Meinung nach seien die IBM-Steuereinheiten "etwas unflexibel", die frei programmierbaren Übertragungsrechner Univac 3760 dagegen würden eine größere Übertragungskapazität ermöglichen.

Über die finanziellen Konditionen des Univac/Neckermann Abschlusses wahrt Dieckmann allerdings vornehme Zurückhaltung. "Wir bieten nicht zu Dumping-Preisen an." Die als Package verkauften Univac-Geräte seien jedoch "preiswerter" als die noch installierten. Über weitere Aktivitäten seines Hauses wollte er sich nicht äußern. "Wir wollen uns jetzt voll auf diesen Einstieg konzentrieren, dann sehen wir weiter."