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15.06.1979 - 

Mittelklasserechner 110060 verwendet handelsübliche Mikroprozessoren:

Univac senkt Eintrittschwelle für OS/11OO-Club

NEW YORK / SULZBACH (TS.) - Ein Novum auf dem Gebiet der Universalrechner-Architektur präsentiert Sperry Univac: Das neue Serie 1100-Einstiegsmodell "1100/60" des IBM-Wettbewerbers "rechnet" als erstes Mainframe-System der gehobenen Mittelklasse mit handelsüblicher Mikroprozessor-Logik. Je neun 4-BitMikroprozessoren vom Typ "Motorola 10800" bilden das Rechenwerk, das "aus Gründen einer hohen Systemverfügbarkeit", so Josef Pecher, Direktor Marketing der Sperry Univac Deutschland GmbH, doppelt ausgelegt wurde.

Dieses als "Multi-Mikroprozessor-Architektur" bezeichnete Konstruktionsprinzip ermögliche "durch eine Vielzahl paralleler Funktionselemente eine hohe Rechenleistung". Univac-Kunden, die den Wunsch verspürten, dem "illustren OS/1100-Club" anzugehören, könnten nun, "ohne Furcht vor den Möglichkeiten eines ausgesprochenen Großrechners", Mitglied werden. So umschreibt die Sperry Univac Deutschland GmbH die Interessenlage ihrer Klientel.

1100/60-Interessenten sind laut Univa "mittelgroße Unternehmen, die sich bisher an Großcomputer nicht so recht herangetraut haben", zumeist "Firmen die weniger Kapazität zu eigener Programmentwicklung besitzen".

Die 1100/60 liegt - laut Univac - in der Einstiegskonfiguration ,deutlich unter" 50 000 Mark Monatsmiete. Rund 1400 Maschinen der 1100er Reihe hat Univac seit 1964 weltweit installiert. Das neueste OS/1100-Produkt soll diesen Erfolg fortsetzen. Es ragt von der Leistung her über das Modell 1100/81 hinaus. Aber auch der obere Bereich der Serie 90 wird überlappt .

Das neue Univac-System soll leistungsmäßig zwischen den IBM-Systemen 4331 und 3032 liegen. Innerhalb der Modellreihe 1100/60 stehen zwei Ausführungen zur Verfügung: Die 1100/61 (Hauptspeicher bis zu 4 MB) mit einem Rechen- und einem Ein-/Ausgabe-Prozessor sowie die 1100/62 (bis 8 MB) - ein Mehrprozessorsystem mit zwei Rechen- und zwei E/A-Prozessoren. (Technische Einzelheiten in der nächsten Ausgabe.)