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Verbindung zwischen Unixware und IBMs AS400


18.12.1992 - 

Univel heizt der Konkurrenz im Jungen PC-Unix-Markt gehörig ein

MÜNCHEN (CW) - Nachdem von Unix-Lizenzgeberin USL Inc. das PC-Produkt Unix 4.2 an OEMs geliefert wurde, hat nun die Unternehmenstochter Univel, ein Joint-venture mit Novell, mit der Auslieferung der netzfähige Version des Betriebssystems begonnen. Das Produkt soll eine Brücke zwischen Unix- und Netware-basierten Netzen schlagen.

Univel hat sich einen kurzen Vorsprung erarbeitet. Während sich die OEMs von USL mit der Markteinführung eines PC-Unix Zeit lassen und auch das Konkurrenzprodukt Solaris 2 von Sunsoft noch nicht fertiggestellt ist, kann das USL-Novell-Tochterunternehmen vermelden, daß sein Unix-Betriebssystem inzwischen weltweit über 43 Novell-Distributoren ausgeliefert wird. Schränkt die deutsche Novell-Niederlassung ein: "Wir haben von der Unixware-Auslieferung gehört, angekommen ist bei uns jedoch noch nichts." Der Freigabe des Unixware- Betriebssystem gingen große Versprechungen voraus. "Wir machen aus Unixware ein Massenprodukt für den Desktop-Markt", wiederholte Kanwal Rehki, Novells Unix-Guru, immer wieder. Anders als SCO und Interactive, die bisherigen Hauptanbieter von PC-Unix-Derivaten, könne Novell über weltweite Distributionskanäle auf die breite Basis der Netware-Kunden zurückgreifen. Überdies hätte die Univel-Mannschaft sowohl die Bedienbarkeit als auch die Installation vereinfacht. Diese beiden Punkte hatten die Novell-Techniker als die wichtigsten Schwachpunkte des Betriebssystems ausgemacht.

Trotz umfangreicher Schulungsmaßnahmen im Vorfeld sind die Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Unix-Engagements der Unix-Muttergesellschaft Novell nie gänzlich verstummt. So unterstützt das jetzt freigegebene Produkt zwar das auch von Netware verwendete PC-LAN-Protokoll IPX/SPX, das sonst unter Unix übliche TCP/IP Protokoll ist aber nur gegen Aufpreis erhältlich. Die Unterstützung für das PC-Unix von rund 150 Hard- und Software-Anbietern soll offensichtlich die letzten Zweifel zerstreuen.

Zu den Unternehmen, die Produkte für Unixware auf den Markt bringen wollen, gehören Oracle, Wordperfect, Ingres, Frame, 3Com und Progress. Die New Yorker Systems Strategies Inc. will Unixware zudem als Basis ihrer Entwicklungssoftware "Express" einsetzen. Mit diesem Produkt lassen sich IBMs proprietäre Midrange-Systeme der AS/400-Reihe über Daten- und Filetransfer in Unix-Umgebungen einbinden Eine Express-Version für die Einbindung von IBM-Großrechnern ist für das erste Quartal 1993 geplant.