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01.10.1999 - 

Individuelle Anpassung durch Metadaten

Universelle Applikationen sorgen für Termintreue

MÜNCHEN (CW) - Mehrere Anbieter verfolgen bereits den Ansatz, für bestimmte Anwendungsbereiche generische Funktionen zu programmieren und diese durch die Definition von spezifischen Regeln an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Einen neuen Weg beschreitet aber die Tenfold Corp. mit ihrem Geschäftsmodell, im Auftrag entwickelte Applikationen weiterzuverkaufen.

Die erst 1997 durch den ehemaligen Vice-President von Oracle, Jeffrey Walker, gegründete Company übernimmt die Doppelrolle des Tool-Herstellers und des Lösungsanbieters. Für die Realisierung von Projekten greift sie auf ihre eigene "Universal Applica- tion" zurück und gibt ihren Kunden bei Überschreitung des Fertigstellungstermins oder des Budgets eine Geld-zurück-Garantie. Diese drückt nicht nur das Vertrauen in die eigene Software aus, sondern ist zusätzlich durch das Recht abgesichert, die fertige Anwendung an weitere Interessenten weiterverkaufen zu dürfen.

Die im Schnitt nur vier- bis achtmonatige Entwicklungszeit für Millionenprojekte erklärt Tenfold damit, daß die Erstellung von Anwendungen weitgehend ohne Programmierung auskommt und sich auf die Beschreibung von Geschäftsregeln beschränkt. Damit verfolgen die Amerikaner einen ähnlichen Ansatz wie die Berliner Scopeland GmbH mit ihrem gleichnamigen Produkt. Anders als beim Computer-aided Software Engineering (Case) wird dabei kein Code generiert, vielmehr liest ein Satz generischer Funktionen zur Laufzeit die Metadaten ein. Tenfold besitzt zudem eine Bibliothek fertiger Komponenten namens "Componentware", die Funktionen für das Rechnungswesen, Workflow oder die Integration mit anderen Anwendungen umfassen.

Problematisch erscheint im Fall von Tenfold, daß es keine Integration mit gängigen Entwicklungswerkzeugen und keine standardisierte Notation für die Anwendungsregeln gibt. Deshalb dürften Unternehmen dem Weiterverkauf ihrer Anwendungen an die Konkurrenz leichter zustimmen. Tenfold verspricht nämlich seinen Kunden, alle Verbesserungen und Weiterentwicklungen aus Folgenutzungen an den ursprünglichen Auftraggeber ohne Zusatzkosten weiterzugeben. Alternativ müßten Anwender selbst Know-how im Umgang mit dem proprietären System aufbauen oder Tenfold beauftragen, um die Applikationen weiterzuentwickeln.