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Baden-Württemberg investiert in die Zukunft

Universität Tübingen richtet eine Fakultät für Informatik ein

15.06.1990

TÜBINGEN (pi) - Die Universität Tübingen will eine Fakultät für Informatik etablieren. Damit wird die Universitätsstadt, so die Mitteilung der Eberhard-Karls-Universität, als erster "klassischer" Hochschulort des Landes Baden-Württemberg einen eigenständigen Informatik-Bereich erhalten.

Das Tübinger Konzept sei dadurch gekennzeichnet, daß es im Gegensatz zur Informatik an Technischen Universitäten Anwendungen nicht im ingenieurwissenschaftlichen Umfeld, sondern auch in den Geisteswissenschaften sucht. Entsprechend seien die Forschungsschwerpunkte gesetzt: wissensbasierte Systeme, Computereinsatz auf natürlich-sprachlicher Grundlage, schnelle Algorithmen und korrektes Programmieren sowie Informatik und Gesellschaft, also die Behandlung der ethischen Fragen des Faches und der gesellschaftlichen Folgen der Informationstechnik.

Das Bezugsfeld der Informatik zu den Geistes- und Sozialwissenschaften reiche in Tübingen derzeit von der Computerlinguistik bis hin zu Rechtsinformatik, Wirtschaftsinformatik und zur Psychologie. Seit 1986 wird Informatik in Tübingen im Nebenfach und seit dem Wintersemester 1989/90 als Diplom-Hauptfachstudium angeboten, und zwar in einem interfakultativen Institut der Mathematischen Fakultät und der Fakultät für Physik. Derzeit sind nach Angaben der Universität 100 Studierende dafür eingeschrieben.