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01.03.1985 - 

Institut für Angewandte Informatik in Münster gegründet:

Universität und IHK kooperieren

MÜNSTER (lo) - Die Hände zu einem Forschungstransfer reichten sich die Westfälische Wilhelms-Universität und die Industrie- und Handelskammer in Münster. Zentrum des Austausches soll das neugegründete Institut für Angewandte Informatik werden.

Die große Bedeutung der Informationstechnik für die mittelständischen Unternehmen in der Region zeige sich darin, daß ein Drittel der Industriebeschäftigten in dieser Branche tätig sei, erklärte IHK-Präsident Hans Günter Borgmann das Engagement in Angewandter Informatik.

Das Institut werde getragen von einem Förderkreis, an dem die IHK maßgeblich beteiligt ist.

Drei wissenschaftliche Disziplinen sollen künftig eng zusammenarbeiten: Wirtschaftswissenschaften, Angewandte Mathematik und das Universitäts-Rechenzentrum. Wie Borgmann ausführte, werden Fragestellungen und Probleme aus der wirtschaftlichen Praxis aufgegriffen und untersucht. "Schwerpunkt des Instituts ist dabei die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis."

Der Rektor der Universität Münster, Professor Dr. Wilfried Schlüter, begrüßte das Engagement der Industrie- und Handelskammer. Es befinde sich im Einklang mit den Bemühungen der Universität, Erkenntnisse aus der Forschung "auf kurzem Wege" für die Wirtschaft nutzbar zu machen. "Dabei geht es nicht darum, spezielle Detaillösungen für einzelne Firmen zu erarbeiten", betonte Schlüter. "Vielmehr soll mit wissenschaftlichen Möglichkeiten dazu beigetragen werden, in der Region vorhandene strukturelle Defizite im Bereich der Informatik abzubauen, zugleich aber auch neue Impulse für zukunftsweisende Entwicklungen zu geben."

Die Universität gehe davon aus, daß das neue Institut "nicht als einseitige,bedingungslose Serviceleistung der Universität" zu verstehen sei. "Durch Aufnahme von praxisnahen Fragestellungen und Problemen grundsätzlicher Art wird auch die Wissenschaft von dieser Einrichtung profitieren", erklärte Professor Schlüter.