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18.06.1999 - 

Experten entwerfen "Szenario 2005"

Universitäten müssen sich auf neue Medien einstellen

GÜTERSLOH (CW) - Spätestens im Jahr 2005 werden die Hochschulen im Wettbewerb mit privaten Anbietern stehen. Dies geht aus einer Prognose hervor, die Experten im Auftrag der Bertelsmann Stiftung sowie der Heinz Nixdorf Stiftung erarbeitet haben.

Um sich auf dem Bildungsmarkt behaupten zu können, müssen Universitäten und Fachhochschulen ihre Stärken herausstellen und sich auf eine neue Konkurrenz vorbereiten, fordert das Papier, das vom Expertenkreis "Hochschulentwicklung durch neue Medien" erarbeitet wurde. Der Kreis unter der Leitung von Peter Glotz, Professor und Rektor an der Universität Erfurt, setzt sich aus führenden deutschen Hochschulprofessoren auf dem Gebiet der multimedial unterstützten Lehre zusammen.

Laut "Szenario 2005" werden Studenten im Jahr 2005 nicht mehr nur zwischen staatlichen Hochschulen wählen können. Im globalen Online-Bildungsmarkt werden zudem private Bildungsanbieter und "Corporate Universities" das staatliche Angebot ergänzen. Darüber hinaus gehen Hochschulen Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen ein, Bildungs-Broker helfen, Bildungsangebote für den einzelnen Studenten zusammenzustellen.

Damit die staatlichen Hochschulen in dieser Entwicklung konkurrenzfähig bleiben, müssen sie sich vermehrt den Anforderungen des Informationszeitalters stellen. Hierzu wird der Expertenkreis auf Basis des "Szenarios 2005" im Laufe dieses Jahres Empfehlungen erarbeiten. Vorbild für den Weg der Hochschulen könnten erfolgreiche Projekte wie "Winfo-Line - Wirtschaftsinformatik Online" sein. Die Projektteilnehmer der Universitäten Göttingen, Kassel, Leipzig und Saarbrücken entwickeln eine virtuelle Lernwelt im Internet für das Fach Wirtschaftsinformatik.

Darüber hinaus gibt es das beispielhafte Projekt "Virtus - Virtuelle Universitätssysteme Köln", das einen beträchtlichen Teil des Lehrangebots der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften multimedial aufbereitet. Beide Projekte sollen die Studienorganisation sowie die Qualität des Lernens verbessern helfen. Die Projekte gehören zur Initiative "BIG - Bildungswege in der Informationsgesellschaft" der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung. Das Expertenpapier "Szenario 2005" kann bei der Bertelsmann Stiftung, Bereich Medien, unter der Telefaxnummer 052 41/ 81 93 81 bestellt beziehungsweise im Internet unter www.big-internet.de, Rubrik "Hochschule", heruntergeladen werden.