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04.11.1994

Unix am Windows-Desktop SCO sieht eine Marktluecke fuer Unix-Branchenloesungen

MUENCHEN (gfh) - Die Santa Cruz Operation (SCO) hat einen als lukrativ eingeschaetzten Zusatzmarkt ausfindig gemacht. Der PC- Unix-Marktfuehrer tritt ab sofort auch als Dienstleister auf. Ausserdem will das Unternehmen das Geschaeft mit Branchenloesungen forcieren und sich auf Windows-PCs ausbreiten.

Zur Erschliessung der vertikalen Maerkte hat sich SCO eine Pre- sales-Mannschaft zugelegt. Deren Aufgabe ist es, jedem Anwender zu erklaeren, welche Vorzuege SCO-Unix und die darunter verfuegbaren Anwendungen fuer seine spezifische Branche hat. Da der Unix- Anbieter keinen Direktvertrieb unterhaelt, werden die von den Branchen-VBs akquirierten Auftraege an geeignete OEMs und Distributoren abgetreten. Konkret haben es die VBs auf Finanzdienstleister, Wiederverkaeufer, den Einzelhandel, den oeffentlichen Dienst und Telecom-Anbieter abgesehen.

Neu ist auch das Servicekonzept von SCO, das sowohl Anwendern als auch Partnern angeboten wird. Es umfasst Beratung fuer die Integration offener Systeme, einen 24-Stunden-Service und individuelles Engineering.

Zu diesem Zweck hat das Unternehmen ein mehrsprachiges Supportteam aus 20 Technikern zusammengestellt, die telefonisch in der englischen SCO-Zentrale zu erreichen sind. Fuer die Haendler soll diese Dienstleistung als eine Art Versicherung fungieren, auf die sie zurueckgreifen koennen, wenn sie von den Problemen ihrer Kunden ueberfordert sind.

Eine Belebung des Geschaefts verspricht sich SCO auch von ihrer "Windows-friendly"-Strategie, die im wesentlichen auf den Produkten der britischen Unternehmenstochter Ixi beruht. Deren kuerzlich freigegebenes "Eye 2 Eye" ermoeglicht es, unter Windows Unix-Fenster zu oeffnen, die im Look and feel der grafischen Microsoft-Oberflaeche gleichen. Zudem ist der Datenaustausch zwischen Windows- und Unix-Anwendungen vereinfacht worden.

Als wesentlichen Vorteil von Eye 2 Eye nennt Ixi, dass nun Windows- User direkt auf die Unix-basierten E-Mail-Systeme des Unternehmens zugreifen oder via Mosaic in das Internet eingebunden werden koennen. Windows-freundlich, so betont SCO, sei man allerdings nur auf Desktop-Ebene. Im Server-Markt zaehle Microsoft mit NT zu den haertesten Konkurrenten.